Gemeinde ist gegen Anlage außerhalb des Vorranggebietes bei Langenbrügge

Lüder gibt bei Windrad nicht klein bei

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Zwei Windkraftanlagen stehen bereits südöstlich von Langenbrügge.

Lüder/Langenbrügge. Lüders Bürgermeister Jürgen Schulze (CDU) gibt den Widerstand gegen den geplanten Standort des sogenannten dritten Windrades bei Langenbrügge nicht auf. Das wurde jetzt beim Rechnungstag in Langenbrügge deutlich.

Dagegen hat sich Schulze mit dem Bau des vierten Windrades am Wittinger Berg – etwa 300 Meter von Wohnhäusern entfernt – schon abgefunden. Wie berichtet, hat der Landkreis dem Projektentwickler „getproject“ jetzt die Genehmigung dafür erteilt. „Es war von vornherein klar, dass es unheimlich schwer wird, dort Einflussmöglichkeiten zu haben“, sagte Schulze.

Anders sehe das beim nördlich davon gelegenen dritten Windkraft-Standort aus. Denn dieser befindet sich 35 Meter außerhalb des ausgewiesenen Vorranggebietes. Das Genehmigungsverfahren läuft noch. „Dort sehen wir Ansatzpunkte, das dritte Windrad doch noch verhindern zu können“, erklärte Schulze. Der Lüderaner Rat habe „getproject“ zudem die Baulast-Erklärung – also die Erlaubnis für die Nutzung der dortigen gemeindeeigenen Wege – verweigert. „Wir werden sehen, was bei diesem Windrad passiert. Da haben wir mehr Einflussmöglichkeiten, dass es nicht entsteht“, meinte Schulze.

Und das waren weitere wichtige Themen im Vorjahr:

• Haushalt: Der Etat 2016 der Gemeinde Lüder weist nach vorläufigen Berechnungen ein Minus von mehr als 71 000 Euro aus. „Geplant war eigentlich ein Überschuss von 16 247 Euro“, berichtete Gemeindedirektor Hendrik Kunitz. Der Grund sind Mindererträge bei der Gewerbesteuer und ein geringeres Aufkommen bei der Grundsteuer für land- und forstwirtschaftliche Flächen. Für 2017 ist Kunitz hingegen verhalten optimistisch – er erwartet einen Überschuss von 13 571 Euro. Ab Mitte Januar wird der Etat in den Fachausschüssen beraten, verabschiedet werden soll er am 31. Januar vom Rat.

• Dachsanierung: Im März und April wurde das gemeinsame Dach des Dorfgemeinschaftshauses und des angrenzenden Feuerwehrgerätehauses in Reinstorf erneuert. Die Samtgemeinde Aue übernahm sämtliche Kosten für das Gerätehaus und zwei Drittel der Ausgaben für das Gemeinschaftshaus. Somit verblieb bei der Gemeinde Lüder nur noch ein Eigenanteil von 16 628 Euro an den Gesamtkosten von rund 67 000 Euro.

• Dorferneuerung: Im vergangenen Jahr ist die Dorferneuerung in Lüder ausgelaufen. Seit Beginn der Förderperiode am 1. Januar 2007 wurden 35 private Maßnahmen mit insgesamt 412 000 Euro bezuschusst. Außerdem wurden in dieser Zeit vier öffentliche Vorhaben gefördert.

• Einwohnerzahl: Positiv entwickelt hat sich die Einwohnerzahl der Gemeinde Lüder. 2016 waren dort 1275 Bürger gemeldet – 34 mehr als im Vorjahr und sogar 47 mehr als 2014. „Das ist eine gute Entwicklung, so kann es gerne weitergehen“, sagte Schulze.

Von Bernd Schossadowski

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