Vollsperrung ab April

Die letzten Wochen der Holperpiste: Land stellt Erneuerung der L 270 in Bad Bodenteich vor

Die Ortsdurchfahrt von Bad Bodenteich gleicht einem Flickenteppich. Ab Mitte April wird das Land die Fahrbahn auf 2,5 Kilometern Länge erneuern.
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Die Ortsdurchfahrt von Bad Bodenteich gleicht einem Flickenteppich. Ab Mitte April wird das Land die Fahrbahn auf 2,5 Kilometern Länge erneuern.

Bad Bodenteich – „Lange Jahre haben wir darauf gewartet. Jetzt passiert endlich was“, sagte Gemeindedirektor Michael Müller während eines Infoabends über die geplante Instandsetzung der Bad Bodenteicher Ortsdurchfahrt.

In der Tat fordern die Bürger seit Jahren, dass die marode Fahrbahn der L 270 erneuert wird. Bald werde es so weit sein, versprach Dirk Möller, Leiter der Landesstraßenbaubehörde Lüneburg, jetzt den mehr als 100 Zuhörern.

Die Arbeiten werden voraussichtlich Mitte April beginnen und bis Ende Oktober dauern, kündigte Alexander Matz, Sachgebietsleiter in der Landesbehörde, an. Auf 2,5 Kilometern Länge seien acht Bauabschnitte geplant (siehe Infokasten). „Das Ganze wird unter Vollsperrung erfolgen. Die Fahrbahnbreiten lassen eine halbseitige Verkehrsführung nicht zu“, sagte Matz. Es würden aber Umleitungsstrecken eingerichtet, unter anderem über Häcklingen und am Campingplatz entlang.

Die Zuhörer äußerten viele Fragen zu dem Vorhaben. Die wichtigsten im Überblick:

• Wie wird der Bus während der Sperrung der L 270 die Grundschule erreichen?

„Während der ersten Bauabschnitte ist sie noch erreichbar“, antwortete Matz. „Die Fahrbahn im Bereich der Schule wird dann in den Ferien erneuert.“

• Bleibt der Schutzstreifen für Radfahrer nach der Straßensanierung erhalten?

„Wir sind noch nicht abschließend zu einem Ergebnis gekommen“, sagte Möller. Das müsse noch mit dem Landkreis und der Polizei abgestimmt werden. „Es wird wahrscheinlich dazu kommen, dass wir nicht in allen Bereichen die Schutzstreifen aufrecht erhalten können.“

• Wie erreichen Inhaber und Lieferanten ihre Geschäfte während der Straßensperrung?

Die Zufahrt zu den Grundstücken solle möglichst durchgängig gewährleistet werden, erklärte Matz. „Aber es wird Situationen geben, wo das nicht möglich ist.“ Die Geschäftsinhaber würden rechtzeitig per Postwurfsendung darüber informiert und sollten ihre Lieferanten entsprechend benachrichtigen.

• Wird der Fußgängerüberweg gegenüber dem Marktplatz direkt in den Scheitelpunkt der Kurve verlegt?

„Wir können diese Maßnahme nicht umsetzen“, betonte Möller. „Es gibt keinen sachlichen Grund dafür.“

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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