Über eine Million Euro für Soltendiecker Dorfgemeinschaftshaus / Spielkreis kann zunächst bleiben

Kosten für Sanierung steigen

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Grundriss des zu sanierenden Dorfgemeinschaftshauses. Ein Vordach am Eingang (links) ist eingeplant, zwei Lichtkuppeln im Eingangsbereich (rote Quadrate) kommen hinzu, rechts an der Halle sollen ein breites Tor für Geräte entstehen. Neu ist ein Treppenhaus in den Schießkeller rechts vom Eingang (in rot eingezeichnet).

Soltendieck. Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Soltendieck wird teurer als geplant.

932 000 Euro hätte die Sanierung eigentlich kosten sollen, nach einer neuen Kostenaufstellung des beauftragten Architekten Manfred Manke ergäben sich nun Kosten von 1,018 Millionen Euro – 86 000 Euro mehr. Nun hofft die Gemeinde, dass die N-Bank, die schon eine Förderung von zwei Dritteln des Betrages bewilligt hatte, auch diesen Betrag fördert.

Der Soltendiecker Ausschuss für das Dorfgemeinschaftshaus und der Bauausschuss haben sich gemeinsam getroffen, um den Entwurf der Sanierung zu besprechen und mögliche Einsparungen zu beschließen. An den Kosten will es Bürgermeister Jürgen Wöhling nicht gescheitert wissen: „Wir haben hier eine große Chance, etwas mit Mehrwert für alle zu schaffen – Schützen, Sportverein und andere.“ Er gehe nicht davon aus, dass die N-Bank die weiteren Kosten nicht fördere. Und selbst wenn: „Als unsere Väter dieses Haus gebaut haben, haben sie sicher auch einen Kredit aufgenommen.“ Und dazu hätte er sich etwas mehr Beteiligung der Bürger gewünscht. 50 Stühle waren in der Halle des Dorfgemeinschaftshauses aufgestellt worden. Zwei davon waren besetzt, einer der Gäste war der Hausmeister. Vorher hatte es allerdings Info-Veranstaltungen beim Schützen- und Sportverein gegeben.

Um die Mehrkosten zu drücken, versuchten die Ausschussmitglieder, bei Teilen des Entwurfs zu sparen: So werde es einen Thresen nicht geben. Lichtkuppeln im Eingangsbereich standen infrage, ihnen wurde aber doch zugestimmt. Außerdem wurden zwei Räume zu einem einzelnen zusammengefasst.

Grund für die Verteuerung ist laut Architekt Manke unter anderem die Preisentwicklung – denn der erste Entwurf stammt noch aus dem Jahr 2011, seitdem sind die Preise gestiegen. Außerdem kam ein Treppenhaus in den Schießkeller hinzu, des Weiteren musste eine neue Trinkwasserverordnung eingerechnet werden, die eine kompliziertere Leitungsführung erzwingt. Manke rechnet damit, dass die Auftragsvergabe frühestens Ende Mai beginnen kann.

Einen neuen Stand zum Thema Kinderspielkreis berichtete Gemeindedirektor Harald Benecke. Noch kürzlich war angedacht worden, im laufenden Kindergartenjahr die Kinder, die den Spielkreis im Dorfgemeinschaftshaus besuchen, auf andere Einrichtungen zu verteilen – oder im Feuerwehrgerätehaus Kattien unterzubringen. Letzteres wäre aber nicht umzusetzen, derzeit rechne man in der Verwaltung und Politik damit, dass der Spielkreis bis Ende des Kindergartenjahres bleiben kann.

Von Kai Hasse

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