Samtgemeinde Aue stellt Pläne für Städtebauförderprogramm vor

Konkreter Blick in die Zukunft

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Neue Halle: Das Feuerwehrgerätehaus in Lehmke soll nicht mehr genutzt werden, eine Halle an der Sportstätte des TSV errichtet werden.

Bad Bodenteich/Wrestedt. Es geht ums Geld – um Geld für die Samtgemeinde Aue. Allerdings nicht um das Geld aus der Entschuldungshilfe, sondern aus dem Städtebauförderprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“.

Soll energetisch saniert werden: die Bad Bodenteicher Grundschule.

Das Förderprogramm zielt auf den Erhalt und die Entwicklung ländlicher Infrastruktur ab und kann somit nicht nur den steigenden Kosten des Sozialhaushaltes entgegenwirken, sondern auch die Kommunen bei der Erhaltung und Entwicklung kommunaler Infrastrukturen unterstützen. Programmziel ist ebenfalls die Erreichung regionaler Chancengleichheit sowie die Sicherung und Schaffung attraktiver Wohn- und Lebensstand-orte. In mehreren Arbeitsgruppen wurden in der Samtgemeinde Aue unterschiedliche Projekte entwickelt – das sogenannte Integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept (IEK). Das IEK beinhaltet eine große Zahl an investiven Maßnahmen. Manche von ihnen sind langfristig angedacht, andere sollen bereits im nächsten Jahr angepackt werden. „Der zuständige Mitarbeiter für die Städtebauförderung, Heinz Foth, hat eine Kostenschätzung erstellt“, schildert Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke. Die Gesamtkosten aller aufgelisteten kommunalen Projekte betragen rund 23 800 000 Euro – geschätzt. „Das Förderprogramm ist ist allerdings auf zehn bis 15 Jahre ausgelegt“, relativiert Benecke. Angemeldet werden müssen die Projekte zum 1.  Juni, damit sie im nächsten Jahr umgesetzt werden können.

Umnutzung: Aus dem Stadenser Jugendzentrum soll ein Dorfgemeinschaftshaus werden.

Am Mittwoch, 24. April, lädt die Samtgemeinde zu einer Informationsveranstaltung ins Schützenhaus Kallenbrock ein. Beginn ist um 19 Uhr. „Wenn ich gewusst hätte, dass es beide deutschen Vereine in das Champions-League-Halbfinale schaffen, hätten wir einen andere Termin gewählt“, schmunzelt Benecke mit Blick auf die Fußball-Übertragung ab 20.45 Uhr. Doch bis dahin bleibt Zeit, um über die Zukunft der Samtgemeinde zu sprechen. „Wir werden auch Projekte mit einreichen, von denen wir nicht sicher sind, ob sie gefördert werden“, sagt der Verwaltungschef. Die Förderung wird gegen Ende des Jahres vom Sozialministerium und der N-Bank entschieden. Ein Drittel der Kosten muss die Kommune selbst übernehmen. „Wir müssen uns die Frage stellen: Was sind Dinge, die sowieso auf uns zukommen werden?“, schildert Benecke. „Träumereien“ hingegen sollten nicht unbedingt berücksichtigt werden und deshalb wurden in den Arbeitsgruppen alle Projekte kritisch hinterfragt.

Neben den acht Maßnahmen für nächstes Jahr stehen Projekte aus den unterschiedlichsten Handlungsfeldern im Raum. Unter den Aspekten Feuerwehr, Freibäder, medizinische Versorgung, Schulen, Tourimus, Seniorenversorgung, Vereine, Wirtschaft und kommunalen Einrichtungen sind Überlegungen angestellt worden, ebenso über konkrete Maßnahmen an der Heidefläche, in den Kindergärten, an Straßen und Radwegen sowie eine mögliche Umgestaltung des Bad Bodenteicher Bahnhofsgebäudes zu einem Mehrgenerationenhaus – der Fanatsie wurden keine Grenzen gesetzt.

Von Jörn Nolting

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