Flintener können Häuser an zentrale Kanalisation anschließen lassen – doch es gibt Vorbehalte

Klärgruben vielerorts im Trend

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Hans-Werner Müller ist einer von 13 Einwohnern von Flinten, die ihr Abwasser in einer Klärgrube auf dem eigenen Grundstück entsorgen. Das machen noch immer viele Bürger im Kreis.

Flinten. Die Einwohner des Ortes Flinten haben jetzt die Wahl: Der Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung der Samtgemeinde Aue bietet den Anschluss ihrer Grundstücke an die zentrale Kanalisation und damit an die Wrestedter Kläranlage an.

Bislang entsorgen die Flintener – wie die Bürger vieler anderer Orte im Kreisgebiet – ihr Schmutzwasser in Kleinkläranlagen auf den Grundstücken. „Der Anschluss ans Kanalnetz ist eine freiwillige Entscheidung der Anlieger“, sagte Betriebsleiter Alexander Kahlert jetzt in der Fachausschuss-Sitzung.

Doch unter den insgesamt 13 Grundeigentümern in Flinten ist dieser Schritt umstritten. Einige von ihnen befürchten, dass hohe Kosten auf sie zukommen. Nach Schätzungen der Verwaltung würde der Anschluss ans Kanalnetz inklusive Schmutzwasserbeitrag – je nach Grundstücksgröße – mit 6900 bis 11 700 Euro pro Haushalt zu Buche schlagen. Das setzte aber voraus, dass sich sämtliche Flintener dazu entschließen. „Wenn alle 13 mitmachen, ist das ein Selbstgänger. Sind es aber nur zwei oder drei, müssen wir neu rechnen“, erklärte Kahlert. Für jeden Haushalt würde es dann teurer. Ab einer bestimmten Grenze wäre das Projekt wirtschaftlich sogar nicht mehr vertretbar. Die Gesamtkosten betragen rund 190 000 Euro. Davon würden 48 400 Euro abgezogen, die der Landkreis als Erstattung zahlt. Möglicher Baubeginn wäre im Frühjahr 2015.

Von Bernd Schossadowski

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