Katzenplage im Kurort

Streunende Katzen auf der Bahnhofstraße und im Seepark: Die Bodenteicher Verwaltung rät davon ab, die Tiere auch noch zu füttern. Foto: Nolting

Bad Bodenteich. Streunende Katzen im Kurort ärgern die Verwaltung der Samtgemeinde Bodenteich. „In vielen Wohngebieten haben wir eine enorme Katzenplage“, schildert Samtgemeindebürgermeister Rainer Kölling.

Besonders auf der Bahnhofstraße streunen viele der Vierbeiner herum. Und im Seepark. „Es gibt ältere Menschen, die die Tiere regelmäßig füttern“, berichtet Kölling. Dazu gehören auch Einwohner des Altenheims.

„Es kommt sogar auch jemand aus Uelzen und füttert die Katzen an der Kneipp-Anlage im Seepark“, weiß Flecken-Bürgermeister Edgar Staßar und spricht von „falscher Tierliebe“ – wie auch der Verwaltungschef. „Alle Katzen zu kastrieren, ist viel zu teuer“, sieht Kölling das Problem. Schon vor zwei und vor drei Jahren wurden Tiere eingefangen und kastriert. Insgesamt waren es 20 bis 30 Tiere, die Kosten betrugen pro Katze für die Bodenteicher Verwaltung jeweils 100 Euro.

Auch gerade wegen dieser hohen Kosten ist es der Samtgemeindeverwaltung ein Anliegen, Gespräche mit den Menschen zu führen, die die Tiere regelmäßig füttern. „Die Anfragen häufen sich bei uns“, bemerkt der Samtgemeindebürgermeister.

Auch das Tierheim in Uelzen nimmt Katzen schon längst nicht mehr auf. „Eigentlich sind wir Partner der Samtgemeinden und nehmen Fundtiere auf, aber derzeit ist das Tierheim überfüllt“, sagt Karin Rothe, Vorsitzende des Tierschutzvereins. Jeder Katzenbesitzer sollte sich deshalb in ihren Augen verantwortlich zeigen und sein Tier kastrieren, bevor die Katzen draußen herumlaufen. Die Situation in Bad Bodenteich kennt sie so zwar nicht, aber sie befürchtet, dass die Tiere sowieso immer irgendwo ihr Futter finden werden.

Von Jörn Nolting

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare