„Gefühl, dass mein Herz hier schlägt“

Julia Bäcker ist nun offiziell neue Rektorin der Grundschule Bad Bodenteich

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Bad Bodenteichs neue Grundschulrektorin Julia Bäcker nahm von Schuldezernent Joachim Matthies (rechts) die Ernennungsurkunde und eine Kaffeetasse entgegen, von Verwaltungschef Michael Müller bekam sie Blumen. 

Bad Bodenteich – „Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitergehen!“ steht auf der Kaffeetasse, die Julia Bäcker, frischgebackene Rektorin der Grundschule Bad Bodenteich, jetzt von Joachim Matthies überreicht bekam.

Das Geschenk des Dezernenten der Landesschulbehörde Lüneburg war augenzwinkernd gemeint. Natürlich steht Julia Bäcker in ihrem neuen Amt vor einer Herausforderung. „Aber ich muss sagen, dass ich bei meinem Besuch bei Ihnen vor ein paar Monaten mit dem Eindruck weggefahren bin, dass das eine gute Wahl ist“, erklärte Matthies.

Ein Jahr lang hatte Julia Bäcker die Bad Bodenteicher Grundschule kommissarisch geleitet, nachdem ihre Vorgängerin Ursula Karfeld im Sommer 2018 in den Ruhestand gegangen war (AZ berichtete). „Sie haben das erfolgreich getan“, sagte Matthies und händigte ihr die Ernennungsurkunde des Landes aus. „Ich habe Vertrauen in Sie, dass Sie trotz Ihres jungen Alters diese Aufgabe ganz hervorragend meistern werden“, fügte er hinzu. In der Tat ist Julia Bäcker erst 30 Jahre alt und damit die jüngste Schulleiterin im Landkreis.

„In Ihrer einjährigen kommissarischen Tätigkeit habe ich Sie als kompetente Schulleitung kennengelernt“, sagte auch Aues Samtgemeindebürgermeister Michael Müller und überreichte ihr einen Blumenstrauß. Müller freute sich, dass es gelungen ist, die Schulleitung schnell wieder neu zu besetzen.

Julia Bäcker nahm die lobenden Worte bescheiden entgegen. „Ich habe ein ganz tolles Kollegium im Rücken“, sagte sie. „Gemeinsam versuchen wir immer, einen guten Weg für alle zu finden – vor allem für die Kinder, denn um die geht es.“ An der Bodenteicher Grundschule ist sie seit Januar 2013 tätig, zunächst als Referendarin, danach fünf Jahre als Lehrerin.

Sie hat sich aus verschiedenen Gründen als Rektorin beworben. „Mir liegt einfach etwas an dieser Schule. Ich habe das Gefühl, dass mein Herz hier schlägt“, verrät sie. Außerdem sei eine interne Nachfolge besser als jemand, der von außen komme oder die Schule nur nebenamtlich leite. Als Rektorin möchte sie das Kneippkonzept stärker im Schulalltag verankern und dabei mit örtlichen Vereinen eng zusammenarbeiten. Auch die Ausstattung der Schule mit digitalen Medien will sie voranbringen.

In ihrer Freizeit fotografiert die Natendorferin gerne, kümmert sich um Haus und Garten sowie um vier Katzen und einen Hund. Ihrer Aufgabe als Rektorin blickt sie mit großer Freude entgegen. „Ich habe nichts zu verlieren, ich gebe mein Bestes“, verspricht sie. Und wenn es mal schwierig werden sollte, will sie einfach den Spruch auf ihrer Kaffeetasse beherzigen.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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