Waldbad in Bad Bodenteich: Schicksal der Frühschwimmer bleibt offen

Jahreskarten werden teurer

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Bleibt das Waldbad künftig morgens leer? Ob künftig die Frühschwimmer ohne Aufsichtsperson von 6 bis 10 Uhr weiterhin im Waldbad schwimmen dürfen, ist fraglich.

Bad Bodenteich. Der Eintritt in das Waldbad in Bad Bodenteich wird teurer als bisher – das beschloss der Rat der Samtgemeinde Aue am Dienstagabend mit einer Enthaltung.

Eigentlich hätte die Preiserhöhung schon im vergangenen Jahr vorgenommen werden müssen, denn die politischen Gremien hatten sich vepflichtet, alle drei Jahre die Eintrittsgelder zu überprüfen. „Eine Anpassung im vergangenen Jahr ist unterblieben“, sagte Aues Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke.

Also wurden die Eintrittspreise überarbeitet. Sowohl die Verwaltung als auch das Badepersonal machte Vorschläge, welche Änderungen vorgenommen werden sollen. Betroffen sind in erster Linie die Käufer von Jahreskarten. Die Preise werden um 25 Prozent erhöht. Erwachsene zahlen 70 statt bisher 60 Euro. Alle, die eine Jahreskarte ermäßigt bekommen, zahlen 52,50 statt 45 Euro. Auch Familien und Ehepaare zahlen mehr: Waren es bisher 80 Euro, so sind es jetzt 100 Euro. Die gleiche Preiserhöhung gilt auch für Ehepaare mit Kindern. Wer allerdings beim Kauf einer Jahreskarte Geld sparen will, der sollte im Vorverkauf zuschlagen, denn bis eine Woche vor Saisonbeginn – angepeilt wird der 1. Mai – kosten die Karten dann nur 90 Euro. Die CDU/WGA-Gruppe kündigte schon im Vorfeld an, dem Antrag zuzustimmen. „Wir haben drei Schwimmbäder in der Samtgemeinde und jedes hat seinen eigenen Charakter“, sagte Gruppensprecher Heinz-Hermann Schulze. Auch Wilfried Nickel, Sprecher der SPD/Dr. Hintze-Gruppe, signalisierte seine Zustimmung: „Es ist ein guter Start für das Waldbad, wir haben schließlich eine Menge Geld investiert.“ Laut Nickel muss bei allen Entscheidungen der Zukunftsvertrag im Auge behalten werden – und der verpflichtet die Samtgemeinde zum Sparen.

Offen bleibt hingegen das Schicksal der Frühschwimmer. Seit 2002 schwimmt im Waldbad eine Gruppe von Jahreskartenbesitzern von 6 bis 10 Uhr. Allerdings ohne Aufsicht. „Es sind so um 150 Personen“, sagt Norbert Dohnert von der Gebäudewirtschaft der Samtgemeindeverwaltung. Für Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke ist es eine Frage der Haftung, denn am Ende ist er verantwortlich, falls etwas passiert. Dr. Horst Michael Hintze schlug vor, dass die Frühschwimmer einen Verein gründen und eine Aufsichtsperson stellen könnten. Und so wurde zwar die Änderung der Eintrittspreise beschlossen, das Schicksal der Bad Bodenteicher Frühschwimmer bleibt jedoch offen. „Wir wollen möglichst ein Konzept mit dem Förderverein erarbeiten“, sagt Elke Grote aus Lüder. Sie ist seit zwölf Jahren Frühschwimmerin und will, dass die Möglichkeit erhalten bleibt: „Es ist noch nie etwas passiert und wir haben sogar manchen Schaden gemeldet.“ Die Preiserhöhung hingegen kann sie nachvollziehen: „Der Preis ist in anderen Bädern noch höher und es ist ein Stück Lebensqualität für mich. Viele werden es ähnlich sehen.“

Von Jörn Nolting

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