„Ich habe da noch einiges vor“

Neuer Kiosk-Pächter Armin Casper will Bodenteicher Seepark aufwerten

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Nur wenige Tage, nachdem der bisherige Pächter den Vertrag gekündigt hat, wurde der Kiosk im Bad Bodenteicher Seepark neu verpachtet – und zwar an Armin Casper.

Bad Bodenteich. Die Sonne scheint über Bad Bodenteich. Spaziergänger tummeln sich im Seepark, essen Eis und genießen das schöne Wetter. Auch der Kiosk „Seeparkterrasse“ ist geöffnet.

Besiegelten den Vertrag mit dem neuen Kiosk-Pächter Armin Casper (Mitte): Gemeindedirektor Hendrik Kunitz, Bürgermeister Edgar Staßar, Tourismusausschuss-Vorsitzender Joachim Gade und Vize-Gemeindedirektor Kai Schüttenberg (von links).

Was bis vor Kurzem – nach der Kündigung des bisherigen Kiosk-Pächters Michael Voß (AZ berichtete) – noch wie ein Wunschtraum erschien, ist nun Wirklichkeit geworden. Der Flecken Bad Bodenteich hat mit Armin Casper kurzfristig einen neuen Pächter gefunden. Seit ein paar Tagen sind der Kiosk und die damit verbundenen Freizeiteinrichtungen, zum Beispiel Minigolf, Crossgolf sowie der Tretboot- und Kanuverleih, wieder geöffnet. „Man musste mich schon ein bisschen überzeugen. Aber die Rahmenbedingungen sind erfüllt worden. Die Gespräche waren sehr kooperativ“, sagt Casper, der auch den Kiosk im Bodenteicher Waldbad betreibt, gegenüber der AZ. Unter anderem habe der Flecken zugesichert, die Minigolfbahn zeitnah zu sanieren. Der Zustand der Anlage war einer der Gründe, warum Michael Voß den Pachtvertrag gekündigt hatte. Er hatte kritisiert, dass die Verwaltung ihre Zusage, das Umfeld der Bahn neu zu gestalten, nicht erfüllt habe.

Der von Casper, Gemeindedirektor Hendrik Kunitz und Bürgermeister Edgar Staßar unterzeichnete Pachtvertrag hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Die Doppel-Bewirtschaft im Waldbad und im Seepark sei kein Problem, versichert Casper. „Ich habe ja Personal.“ Er werde abwechselnd an beiden Orten arbeiten, kündigt der 58-Jährige an. Bekanntlich wird im Waldbad bald ein neuer Kiosk gebaut, denn der alte war im Juni 2016 durch Brandstiftung zerstört worden.

Seine neue Aufgabe im Seepark will Casper mit vollem Elan angehen. „Ich habe da noch einiges vor“, sagt er. Auch gastronomisch soll die „Seeparkterrasse“ ein Anziehungspunkt werden. Seine ursprüngliche Idee sei in Richtung eines „American Diner“ mit Hamburgern gegangen. „Wir sind aber noch am Überlegen. Es läuft wohl auf eine gutbürgerliche Küche mit leicht gehobenem Niveau hinaus“, verrät er und nennt als Beispiel frische Salate. Natürlich werde es weiterhin auch Kaffee, Kuchen und Eis geben.

Sehr zufrieden mit dem neuen Pächter ist Edgar Staßar. „Wir haben schon vom ersten Wochenende ein absolut positives Feedback bekommen“, lobt er Casper. Die Vergabe an den neuen Pächter sei zwar keine reine Formsache gewesen, aber der Verwaltungsausschuss habe „gute Argumente“ gehabt, den Kiosk neu zu verpachten, teilt die Kurverwaltung mit. „Und dafür wünschen wir Herrn Casper alles Gute. Ich bin sehr optimistisch, dass er das hier richtig gut macht“, so Staßar.

Von Bernd Schossadowski

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