Unternehmen hat Pläne für Anlage in Bodenteich überarbeitet / Projekt ist nun genehmigungsfähig

Gute Chancen für Solarpark

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Auf dieser Fläche an der L 270 – am nördlichen Ortsausgang von Bad Bodenteich – soll der Solarpark entstehen.

Bad Bodenteich. Bürgermeister Edgar Staßar hatte Bad Bodenteich einst augenzwinkernd als „Riviera des Landkreises Uelzen“ bezeichnet. Nun ist der Ort klimatisch nicht mit Nizza zu vergleichen.

Doch für die Firma Sybac Solar aus der rheinland-pfälzischen Stadt Polch ist Bad Bodenteich so interessant, dass sie im dortigen Gewerbegebiet Petersberg einen etwa 3,5 Kilometer großen Freiflächen-Solarpark errichten will.

Ursprünglich hatte Sybac Solar am nördlichen Ortsausgang – auf einer Ackerfläche östlich der Landesstraße 270 – rund 8000 einzelne Photovoltaik-Module mit einer Größe von 1,65 mal 0,99 Metern geplant. Im Frühjahr hatte die Bodenteicher Politik dieses Vorhaben noch abgelehnt. Jetzt aber hat das Unternehmen seinen Entwurf verändert, sodass die Umsetzung in greifbare Nähe rückt.

„Der Bauherr hat den Entwurf so angepasst, dass durch den Wegfall einzelner Solarmodule nun kein Widerspruch zu den Festsetzungen des Bebauungsplanes entsteht“, erklärt Marcus Christ, Sprecher des Landkreises Uelzen, auf AZ-Anfrage. Das bedeutet: Das Projekt ist genehmigungsfähig. „Der Bauantrag liegt hier vor und befindet sich kurz vor Verfahrensabschluss“, berichtet Christ.

Auch die Vorgaben zur „inneren Durchgrünung des Gebietes“, so Christ, würden von Sybac Solar nun erfüllt. Konkret geht es darum, dass an die Stelle einiger Solarmodule nun Anpflanzungen kommen. Laut dem Bebauungsplan des Fleckens sind im Gewerbegebiet Petersberg Pflanzstreifen mit „standortheimischen Laubgehölzen“, unter anderem mit Sträuchern, vorgeschrieben. Zusätzlich müssen dort in regelmäßigem Abstand hochstämmige Laub- oder Obstbäume gepflanzt und dauerhaft erhalten werden.

Nach dem nun eingereichten neuen Planungsentwurf gebe es für den Flecken „keine weiteren Versagungsgründe“ mehr, sagt Bad Bodenteichs stellvertretender Gemeindedirektor Kai Schüttenberg. Ein solcher Grund würde allenfalls vorliegen, wenn der beantragte Solarpark eigene bauliche Planungen des Fleckens verhindern würde. Das sei am Petersberg aber nicht der Fall, so Gemeindedirektor Hendrik Kunitz. „Und wir dürfen keine Verhinderungsplanung durch einen fiktiven neuen Bebauungsplan machen“, betont er.

Wenn der Landkreis Uelzen nun grünes Licht gibt, kann Sybac Solar mit dem Bau des Photovoltaik-Parks beginnen. Den bisherigen Plänen zufolge sind drei Bauabschnitte vorgesehen. Die Anlage solle elektrische Energie für rund 600 Haushalte erzeugen, hatte Annette Hoffmann, Sprecherin von Sybac Solar, im Frühjahr mitgeteilt. Inzwischen hält sie sich aber bedeckter. Das Unternehmen stecke derzeit „mitten in der Planungsphase dieses Projektes“. Daher könne es aktuell noch keine konkreten Aussagen dazu machen, teilt Hoffmann mit.

Von Bernd Schossadowski

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