174 .000 Euro für digitale Medien

Grundschulen in der Samtgemeinde Aue erhalten Bundes- und Landesmittel

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Insgesamt 174.000 Euro aus dem „Digitalpakt Schule“ sollen den drei Grundschulen der Samgemeinde Aue in Bad Bodenteich, Wieren und Wrestedt zugute kommen. 

Bad Bodenteich/Wieren/Wrestedt – Die drei Grundschulen der Samtgemeinde Aue – in Bad Bodenteich, Wieren und Wrestedt – dürfen sich auf insgesamt rund 174.000 Euro aus dem „Digitalpakt Schule“ freuen.

Das kündigte jetzt Fachbereichsleiter Hendrik Kunitz in der Sitzung des Schulausschusses an.

Mit dem im Mai gestarteten „Digitalpakt Schule“ wollen Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik, zum Beispiel Laptops, Tablets und Whiteboards, sorgen. Jede der drei Grundschulen in der Samtgemeinde erhält demnach einen Sockelbetrag von 30.000 Euro.

Entsprechend der jeweiligen Schülerzahl kommt noch ein Pro-Kopf-Betrag hinzu. So sind für die Grundschule Bad Bodenteich zusätzlich 36. 350 Euro als öffentliche Fördermittel vorgesehen, für Wieren 24.308 Euro und für Wrestedt 23.416 Euro. „Das Geld steht aber noch nicht in voller Höhe zur Verfügung. Dafür müssen erst Anträge gestellt werden“, erklärte Kunitz. Die Zuwendungen könnten bis Ende 2.024 abgerufen werden. „Es gibt keine Zeitnot“, betonte auch Samtgemeindebürgermeister Michael Müller.

Die Voraussetzung ist, dass jede Schule ein Medienkonzept erstellt. Daraus werde ein Gesamtkonzept für die Samtgemeinde Aue entwickelt, über das abschließend der Schulausschuss beraten werde, sagte Kunitz.

Wichtig ist aus seiner Sicht auch, dass in Abstimmung mit dem IT-Verbund Uelzen zuerst eine Grundstruktur in den Schulen geschaffen wird. „Es müssen Glasfaseranschlüsse und eine einheitliche WLAN-Infrastruktur in den Gebäuden aufgebaut werden“, erklärte er. Danach müsse man „schauen, was schrittweise an digitalen Medien angeschafft werden soll“. In den Samtgemeindehaushalt 2020 seien noch keine Mittel eingestellt.

Wrestedts Schulleiterin Annette Schneider wies darauf hin, dass ein Teil der Fördermittel für die EDV-Fortbildungen der Lehrer ausgegeben werden müsse, „damit die digitale Technik auch sinnvoll eingesetzt wird“. Schneider glaubt, dass für die IT-Infrastruktur das meiste Geld verwendet wird. Am Ende werde wohl nur noch wenig für die Anschaffung von digitalen Medien zur Verfügung stehen, befürchtet sie.

Im Schulausschuss stieß die Förderung aus Mitteln des Digitalpakts auf breite Zustimmung. „Das ist ein guter Anschub, um Schulen, was die Infrastruktur betrifft, vernünftig aufzustellen“, meinte Sylvia Meier (SPD). Sie wünscht sich mehr Gelder von Bund und Land für die Schulen, um die Folgekosten der digitalen Ausstattung finanzieren zu können.

VON BERND SCHOSSADOWSKI

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