Fachausschuss der Samtgemeinde Aue berät über Erweiterung

Große Nachfrage in Bad Bodenteich: Künftig zehn Hortplätze mehr?

+
Im Bad Bodenteicher Hort fühlen sich die Kinder sehr wohl. Das Problem ist, dass die Nachfrage das vorhandene Angebot von 30 Plätzen deutlich übersteigt.

Bad Bodenteich. Das Hortangebot für Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren in Bad Bodenteich kommt ausgezeichnet an – so gut, dass die Zahl der Anmeldungen die der vorhandenen Plätze deutlich übersteigt.

Diesem Bedarf könnte durch eine Aufstockung der Hortplätze zum 1. August Rechnung getragen werden, war sich der Jugend- und Sportausschuss der Samtgemeinde Aue jetzt einig. Doch zuvor sind noch viele offene Fragen zu klären.

Derzeit zählt der von der evangelischen Kindertagesstätte Bad Bodenteich betriebene Hort – er befindet sich in den Räumen der Grundschule – eine Gruppe mit 20 Kindern und eine mit zehn. „Vier Kinder werden aufgrund ihres Alters im Sommer den Hort verlassen. Uns liegen momentan aber elf Anmeldungen vor“, berichtete Kita-Leiterin Petra Friedrichs dem Ausschuss.

Eigentlich sei die Kindertagesstätte im vorigen Sommer davon ausgegangen, dass der Hort ein Auslaufmodell ist, sagte sie. Denn bekanntlich sollte zum 1. August 2018 in der Samtgemeinde Aue die offene Ganztagsgrundschule eingeführt werden. Diese wurde aber inzwischen auf unbestimmte Zeit verschoben (AZ berichtete), sodass der Hortbetreuung mittlerweile wieder große Bedeutung zukomme, so Friedrichs.

Die Idee ist nun, die kleinere der beiden Gruppen auf 20 Plätze zu erweitern. Dann könnten ab August 40 statt 30 Kinder den Bodenteicher Hort besuchen. In der letzten Februar-Woche will die Kita die Eltern befragen, ob sie für ihre Kinder ab Sommer verbindlich einen Hortplatz benötigen, kündigte Friedrichs an.

„Wenn es die Möglichkeit gibt, die zweite Gruppe auf 20 Kinder aufzustocken, wäre das ein gangbarer Weg“, meinte Ausschussmitglied Max Lemm (CDU). „Damit hätten wir den Sprengstoff, den es teilweise in der Elternschaft gibt, herausgenommen.“ Allerdings müssten dafür noch geeignete Räume gefunden werden, gab Samtgemeindebürgermeister Michael Müller zu bedenken.

Eigentlich müssten ein Spielraum und ein Hausaufgabenraum vorhanden sein. Tatsächlich nutzt der Hort derzeit aber Klassenräume der Grundschule mit. Das entspreche nicht den Vorgaben der Landesschulbehörde für die Zukunft, sagte Friedrichs. Eine Betriebserlaubnis der Behörde für das aktuelle Hortjahr liege aber vor.

Für den Fall einer Aufstockung sei auch mehr Betreuungspersonal notwendig, erklärte Dorothee Drewes, stellvertretende Leiterin des Kirchenkreisamtes Uelzen. „Eine weitere Person müsste es schon sein“, sagte sie.

Letztlich verständigte sich der Ausschuss darauf, dass die Samtgemeindeverwaltung mit der Kirche und der Grundschulleitung ein Gespräch über die künftige Ausgestaltung des Hortes, das Raumangebot und die erwarteten Kosten führt. Die Aufstockung der Plätze zum 1. August müsste dann bei der Landesschulbehörde beantragt werden. In seiner nächsten Sitzung im März will der Ausschuss noch einmal ausführlich darüber diskutieren.

Von Bernd Schossadowski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare