Walpurgisnacht lockt Besucher zum Burgspektakel

Gnome und Trolle im dichten Gedränge

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Feuer ist sein Element: Ein roter Teufel zündelte bei der Walpurgisnacht beim Bad Bodenteicher Burgspektakel und hielt die Besucher in Atem.

Bad Bodenteich. Gut besucht war die Walpurgisnacht beim Bodenteicher Burgspektakel – fast zu gut. Die Besucher zwängten sich dicht an der Burg entlang, an Engpässen bewegte sich zeitweise rein gar nichts.

Dennoch hatte die Nacht ihren Reiz, denn zwischen den Neuzeitlern wuselten mystische Gestalten: Gnome und Trolle tanzten durch das Gedränge, beleuchtet von allgegenwärtigen Fackeln, ein berittener Teufel drängte sich und sein Tier durch die Reihen.

Satyrn und Feuervögel lieferten sich Schaukämpfe auf Burgplatz und Lichtungen, und am nahegelegenen Fluss sang eine Nymphe, grün beleuchtet, hoch und ätherisch.

Die Atmosphäre stimmte: In das Schnalzen und Knurren der Fabelwesen mischte sich Musik der mittelalterlichen Gruppe Scherbelhaufen, die Burg schillerte schummrig, und ein Blick auf das Heerlager mit seinen Zelten und vielen kleinen Feuern vermittelte Urtümlichkeit.

In all dem blitzte immer wieder die dem Mittelalter fremde Neuzeit: In die Lichter von Feuern und beleuchtetem Schloss mischten sich die hochgereckten Displays der Ipads und Kamerablitze.

Gegen 22.30 Uhr entzündete sich das Walpurgis-Feuer. In all der Mystik gab es auch Alltägliches zu beobachten: Schon der Recke aus dem 14. Jahrhundert musste beim Klamottenkauf leiden – an einem Kleidungsstand probierte die Edeldame Samt und Seide aus, während ihr geliebter Recke tapfer ihre Tasche hielt und missmutig auf einer Truhe hockend auf sie wartete. Denn auch wenn die Walpurgisnacht um Mann und Frau herum tobt, ein Blick auf die neueste Mode muss sein.

Von Kai Hasse

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