Landkreis Uelzen behält recht: Firma „getproject“ darf zwei Anlagen zwischen Overstedt und Bomke nicht bauen

Gericht bremst Windpark-Pläne aus

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Auf dieser Fläche zwischen Overstedt und Bomke will „getproject“ zwei Windräder bauen. Der Landkreis hat dafür die Genehmigung versagt – laut Verwaltungsgericht Lüneburg zu Recht. 

bs Overstedt. Zahlreiche Windräder hat der Kieler Projektentwickler „getproject“ bereits im Landkreis Uelzen realisiert, darunter in Nateln, Dörmte, Suderburg und Langenbrügge (AZ berichtete).

Doch bei einem weiteren Vorhaben hat das Unternehmen jetzt eine juristische Niederlage erlitten: Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat einen zwischen Overstedt und Bomke geplanten Windpark mit zwei Anlagen abgeschmettert.

Stattdessen hat das Gericht zugunsten des Landkreises Uelzen entschieden. Dieser hatte die immissionsrechtliche Genehmigung der beiden Anlagen abgelehnt, weil diese in einem ausgewiesenen Landschaftsschutzgebiet errichtet werden sollen. „Die Landschaftsschutzgebiets-Verordnung ,Ostheide bei Himbergen und Bad Bodenteich‘ schließt die Errichtung von Windkraftanlagen aus“, erklärt Kreissprecher Martin Theine. „Vor diesem Hintergrund musste der Landkreis die Errichtung der Anlagen ablehnen. Ein Ermessensspielraum bestand nicht.“

Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Frist für eine Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg läuft derzeit noch. Bislang ist jedoch unklar, ob „getproject“ diesen Weg beschreiten wird. „Hierzu würden wir gerne erst dann Stellung nehmen, wenn die Urteilsbegründung vorliegt. Bisher kennen wir die Begründung noch nicht“, teilt Hilke Lind, Pressesprecherin des Projektentwicklers, auf AZ-Anfrage mit.

Auf der Homepage von „getproject“ heißt es jedenfalls: Untersuchungen des Windkraft-Standortes deuteten darauf hin, dass der Landkreis für die beiden Anlagen eine Befreiung von den Festsetzungen des Landschaftsschutzgebietes erwägen müsse.

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