Gaudi ohne Abstand und Maske

Dank 2G-Regelung: Gäste feiern ausgelassen „Bocktoberfest“ in Westerweyhe

In Westerweyhe wurde am Wochenende „Bocktoberfest“ gefeiert. Eingelassen wurden nur Gäste, die entsprechend der 2G-Regel geimpft oder genesen waren. Abstand halten und Masken waren somit nicht erforderlich. FotoS: HUCHTHAUSEN
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In Westerweyhe wurde am Wochenende „Bocktoberfest“ gefeiert. Eingelassen wurden nur Gäste, die entsprechend der 2G-Regel geimpft oder genesen waren. Abstand halten und Masken waren somit nicht erforderlich.
  • VonOliver Huchthausen
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Uelzen/Westerweyhe – „Bocktoberfest“: Der Name der Feier, die am Wochenende in Westerweyhe stattfand, entspringt einer Zusammenlegung zweier Events, die in Corona-Zeiten immer wieder abgesagt werden mussten.

Zunächst wurde das für Mai 2020 geplante Westerweyher Bockbierfest mehrfach verschoben. Noch im September entschied sich dann Veranstalter Ralf Henkel schweren Herzens dazu, das beliebte Oktoberfest auf dem Uelzener Herzogenplatz abzusagen. Denn bei den vor kurzem noch geltenden Hygieneregeln machte ein Fest dieser Größenordnung einfach keinen Sinn. „Oktoberfest heißt Tanzen, Trinken, Schunkeln, sich in den Armen liegen. Das ist mit Maskenpflicht und Abstand nicht machbar“, erklärte Henkel.

Nun also das „Bocktoberfest“ in Westerweyhe. Dank 2G-Regelung – Einlass nur für Geimpfte und Genesene – fielen alle Einschränkungen wie Masken- und Abstandspflicht weg. Es durfte also gefeiert werden wie zu Vor-Corona-Zeiten. Und tatsächlich nahm die Stimmung schon nach kurzer Anlaufzeit Fahrt auf. „Rechtsherum, linksherum vor und zurück“: Die Band Allgeier aus dem bayerischen Marktoberdorf weiß, wie sie die Gäste in Bewegung bringt. Wohl denen, die auch nach dem Genuss der ein oder anderen Maß Bier auf den schwankenden Bänken noch das Gleichgewicht halten können – hier ist Körperbeherrschung gefragt.

Stilecht im bayerischen Dirndl hatten sich diese „Bocktoberfest“-Besucherinnen gekleidet.

Es hatte den Anschein, dass die am Freitag und Sonnabend jeweils rund 800 Besucher die Corona-Pandemie wenigstens für einen Abend vergessen wollten. Insbesondere die in der Mehrzahl jüngeren Erwachsenen sahen es in der Regel gelassen, wie etwa die 20-jährige Hanna und ihre Freundin Alicia: „Man kennt sich ja hier und feiert häufiger miteinander. Und man muss ja nun auch nicht unbedingt aus dem selben Glas trinken.“

Etwas differenzierter betrachtete es Heike aus Westerweyhe. „Angst? Nein. Ich freue mich, dass wir endlich mal wieder unbeschwert zusammenkommen können“, sagte sie. „Aber ein paar Bedenken habe ich schon. Ich werde mich auf jeden Fall morgen testen lassen.“

Auch Dagmar (66) und ihren Ehemann Peter (68) hatte es zum Festzelt gezogen. Beide waren voll des Lobes für die sorgfältigen Kontrollen der Security, die nicht nur den Impfstatus überprüften, sondern sich auch die Personalausweise aller Feierwilligen zeigen ließen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen wollte, hatte zusätzlich die Möglichkeit, sich in einer separaten Teststation kurzfristig testen zu lassen. Und so wurden beide „Bocktoberfest“-Abende dank 2G dann doch zum erhofften 3G-Vergnügen: gefeiert, getanzt und getrunken.

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