Bürgermeister zieht bei Rechnungstag der Gemeinde Lüder Bilanz

Freude über Einwohnerzahl, Kritik an Ortstafeln

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Die Ortstafeln am Eingang von Lüder wurden im vergangenen Jahr auf Anweisung des Straßenverkehrsamtes weiter in den Ort hinein versetzt. Das stieß in Lüder auf Kritik. 

bl Lüder. Es lebt sich offensichtlich gut in der Gemeinde Lüder, und man ist wohl auch gern dort. 13 Einwohner mehr sind es in Lüder gegenüber dem Vorjahr – die Gesamtzahl ist damit auf 684 gestiegen.

In den vergangenen zehn Jahren sind die Einwohnerzahlen in den vier Ortsteilen insgesamt nur um 0,08 Prozent gesunken. Bürgermeister Jürgen Schulze (CDU) blickte daher beim Gemeinderechnungstag optimistisch in die Zukunft.

Positiv seien die Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus in Reinstorf ausgefallen. Durch den ehrenamtlichen Einsatz vieler Bürger sei man bei den Ausgaben weit unter den geplanten Aufwandskosten geblieben, und auch bei der Neugestaltung des Ehrenmals in Reinstorf blieb die Gemeinde nur auf einen Zuschuss in Höhe von 1000 Euro „sitzen“.

Zudem erinnerte Schulze an die vom Straßenverkehrsamt vollzogene Versetzung der Ortstafeln am Ortseingang von Lüder, die im Rat auf Kritik gestoßen war (AZ berichtete). Auch auf das Anbringen eines Verkehrsspiegels an der K 15 in der Abzweigung nach Abbendorf, auf die Umsetzung der Spielgeräte vom Spielplatz Fasanenweg zum Sportplatz und auf die Vereinbarung mit dem TSV Lüder zur Pflege des ehemaligen Schulspielplatzes blickte Schulze zurück.

Eigentlich muss die Gemeinde einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen, doch das ist 2016 nicht gelungen. Die vorläufigen Zahlen weichen von den geplanten Erträgen ab, sodass der Etat ein Minus von 71 600 Euro ausweist. Einen mangelnden Sparwillen könne man der Gemeinde aber nicht unterstellen, betonten Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke und Gemeindedirektor Hendrik Kunitz. Sie verwiesen auch darauf, dass Lüder seit 2014 ohne zusätzliche Kreditaufnahmen ausgekommen sei.

„Die Haushaltsplanungen werden im Laufe eines Jahres von vielen Dingen beeinflusst, auf die eine Gemeinde keinen Einfluss hat“, erklärte Kunitz und sprach dabei insbesondere den Einbruch bei den Gewerbesteuer-Einnahmen an. „Eine Senkung der Kreisumlage um zwei Punkte hingegen würde der Gemeinde Lüder schon gut 14 000 Euro bringen“, hofft der Gemeindedirektor auf ein positives Signal des Kreistages.

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