Bürger planen Internet-Versorgung im Schützenhaus und am Sportplatz

Freies WLAN für den Süden Lüders

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Rund ums Schützenhaus in Lüder soll freies WLAN eingerichtet werden. Damit folgte der Gemeinderat einem Antrag von Mienold Eilers. Auch der benachbarte Sportplatz soll mit WLAN versorgt werden. FotoS: SCHOSSADOWSKI (2) / PRIVAT

Lüder – Wenn Fußballfans die Heimspiele des TSV Lüder verfolgen und nebenbei online nach aktuellen Zwischenständen des Hamburger SV surfen, schauen sie sinnbildlich in die Röhre. Denn rund um den Sportplatz gibt es so gut wie keinen mobilen Internet-Empfang.

Schier endlos dreht sich das Ladesymbol des Smartphones. Doch das soll sich bald ändern. Eine Gruppe von Bürgern will den südlichen Teil von Lüder – das Schützenhaus und den benachbarten Sportplatz – mit freiem WLAN versorgen. Dazu sollen mehrere Internet-Router aufgestellt werden.

Einem entsprechenden Antrag von Ratsherr Mienold Eilers stimmte der Lüderaner Gemeinderat jetzt geschlossen zu. Das Konzept für das freie WLAN hat Daniel Spors erarbeitet. Der Hintergrund ist, dass das Schützenhaus nach dem fürs dritte Quartal 2019 erwarteten Anschluss an das Glasfasernetz ohne Festnetz ist. Der alte Telefonanschluss funktioniert dann nämlich nicht mehr.

„Deshalb wollen wir einen der beiden Glasfaser- anschlüsse – TSV-Heim oder Feuerwehr – anzapfen“, erklärte Eilers, der die SPD im Gemeinderat vertritt. Zunächst soll versucht werden, in das alte Leerrohr zum Sportheim ein Kabel einzuziehen. Sollte das nicht gelingen, müsste auf den Anschluss am Feuerwehrhaus zurückgegriffen werden. „Sämtliche erforderlichen Arbeiten könnten in Eigenregie geleistet werden, das Know-how ist vorhanden“, sagte Eilers. Der Gemeinde Lüder entstünden keine Kosten.

Auch der Schießstand der Lüderaner Schützengilde, deren erster Vorsitzender Eilers ist, soll mit WLAN versorgt werden. Denn mittelfristig wird die dortige Auswertungsanlage auf digitale Technik umgerüstet, kündigte der Ratsherr an. Insgesamt sieht das Konzept drei Router im Schützenhaus, zwei im Schießstand und je einen im unteren TSV-Gebäude, im Feuerwehrhaus und im TSV-Heim vor.

„Ich kann dem Gemeinderat nur empfehlen, dieses Projekt umzusetzen“, appellierte Gemeindedirektor Hendrik Kunitz an die Anwesenden. Das sah Bürgermeister Jürgen Schulze (CDU) genauso. „Das ist eine tolle Lösung, wirklich sehr lobenswert“, meinte er und hob besonders die Eigeninitiative bei dem Projekt hervor. „Und es kostet die Gemeinde kein Geld. Besser kann es nicht sein.“

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