Politik, Verwaltung und Eigentümer diskutieren über Unterbringung in Bodenteich

Flüchtlinge auf BGS-Areal?

Bad Bodenteich. Monatelang war über die künftige Nutzung des ehemaligen BGS-Geländes in Bad Bodenteich spekuliert worden. Im Dezember 2014 hatte der Gerdauer Fuhrunternehmer Eckhard Hentschke das 25 Hektar große Areal für 830 000 Euro ersteigert (AZ berichtete).

Jetzt deutet sich an, wohin die Reise gehen könnte: Auf dem Gelände wird möglicherweise eine größere Zahl an Asylbewerbern und Flüchtlingen untergebracht.

Auf Einladung der Samtgemeinde Aue diskutieren örtliche Vertreter aus Politik und Verwaltung am Montag, 1. Juni, gemeinsam mit Hentschke, der Wohnraum-Firma „Human Care“ und dem Landkreis über eine mögliche Nutzung des seit Jahren verwaisten BGS-Geländes. Angesichts stetig steigender Asylbewerber- und Flüchtlingszahlen sucht der Landkreis händeringend nach Gemeinschaftsunterkünften. Das nichtöffentliche Treffen findet im Rittersaal der Burg Bodenteich statt.

„Wir sind nicht die Initiatoren dieses Gesprächs, sondern der Landkreis wegen seiner aktuellen Unterbringungs-Notwendigkeit“, sagt Aues Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke auf AZ-Anfrage. Das Ziel sei, ergebnisoffen über das Für und Wider einer Sammelunterkunft auf dem Gelände und die mögliche Zahl der Asylbewerber und Flüchtlinge, die dort beherbergt werden könnten, zu sprechen. Als der BGS-Standort noch existierte, waren dort zeitweise mehrere hundert Polizeikräfte untergebracht.

„Das ist ein erstes internes Treffen zur Vorbereitung der weiteren Informationsschritte“, erklärt Benecke den Sinn der Zusammenkunft am kommenden Montag. Der Kreis der Teilnehmer aus den politischen Gremien der Samtgemeinde Aue und des Fleckens Bad Bodenteich werde deshalb bewusst klein gehalten.

Fleckenbürgermeister Edgar Staßar begrüßt das Treffen. „Es ist Not am Mann. Die Menschen müssen irgendwo untergebracht werden“, sagt er mit Blick auf die steigenden Flüchtlingszahlen. Bislang sei er immer „gegen einer Kasernierung“ gewesen. „Doch jetzt muss man vielleicht umdenken.“

Von Bernd Schossadowski

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare