Ein Paradies für Kinder

Flecken gewinnt bei Aktion von Radio ffn Spielpark im Wert von 150. 000 Euro

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So sieht der 150 000 Euro teure Spielpark mit Drachennest und Spieldrache „Elliot“ aus, der im Seepark errichtet werden soll.

Bad Bodenteich. „Ich werd’ verrückt“, schreit gestern Morgen Bad Bodenteichs Bürgermeister Edgar Staßar ins Telefon. Er hat gegen 6. 45 Uhr gerade die Nachricht vom Radiosender ffn bekommen, dass Bad Bodenteich den 150 000 Euro teuren Traumspielpark gewonnen hat.

Dafür hatten sich die Bodenteicher reichlich ins Zeug gelegt und innerhalb weniger Tage ein kunterbuntes Kinderspektakel in Anlehnung an das Burgspektakel auf die Beine gestellt (AZ berichtete).

Das vom Flecken organisierte Kinderspektakel nahm Bezug auf das Burgspektakel.

„Sowas hab ich in 26 Jahren im Rat noch nicht erlebt, alle in Bodenteich haben an einen Strang gezogen“, berichtet Staßar. Innerhalb kürzester Zeit hätten die Bodenteicher Einwohner, Vereine, Schulen und Kindergärten, das Fest organisiert, das zum Erfolg geführt hat. „Alleine schon dabei gewesen zu sein, war ein ungeheurer Erfolg für uns“, betont Staßar. So werde er nie den Anblick vergessen, als hunderte Kinder zum Festplatz liefen. „Der Spielpark ist jetzt die Krönung, den hätten wir uns sonst nie leisten können“, sagt der Bürgermeister. Dabei fing alles denkbar klein an. Ratsfrau Uta Lenz hörte im Radio von der Aktion und schlug im Rat vor, am Wettbewerb teilzunehmen, Jetzt wenige Monate später ist der Flecken stolzer Besitzer eines Spielparks, der am 26. August im Seepark feierlich eröffnet wird.

„Das kann zu einem Magneten für den Flecken werden“, meint der stellvertretende Gemeindedirektor Kai Schüttenberg. So einen riesigen Spielpark gebe es in der ganzen Region nicht und er könnte sich zu einer großen Attraktion entwickeln, die den Seepark ungeheuer aufwerte. Das Thema des Spielparkes „Drachen und Ritter“ passt perfekt zum Flecken. So gibt es unter anderem einen Seilnest-Baum mit Drachennest und einen Spieldrachen namens „Elliot“ im neuen Spielpark.

Auch die Jury war voll des Lobes: „Das Engagement der Gemeinde, in so kurzer Zeit ein buntes Fest im eigenen Ort auf die Beine zu stellen, hat ebenso begeistert wie die Vielfältigkeit des angebotenen Programms“, heißt es in der Begründung. Das Gelände und die Infrastruktur vor Ort seien für den Traumspielplatz bestens geeignet. Außerdem habe der Ort ein großes Herz für Kinder bewiesen und 3000 Euro für den Kinderschutzbund Uelzen gesammelt.

Genau 2999,99 Euro wurden gestern von Staßar an die 1. Vorsitzender Agatha Schnepper übergeben. Einen Cent hat der Bürgermeister behalten. „Den vergraben wir als Glücksbringer auf dem neuen Spielpark“, verrät Staßar.

Von Lars Lohmann

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