Neuer Brandschutz-Bedarfsplan der Samtgemeinde Aue: Wehren sind nur bedingt einsatzbereit

Es fehlen Personal und Fahrzeuge

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Die Wehren in der Samtgemeinde Aue haben nach Aussage eines Gutachters zu wenig Personal, um die Einsatzbereitschaft der wichtigsten Fahrzeuge stets sicherzustellen. Das geht aus dem neuen Feuerwehrbedarfsplan hervor.

Wrestedt/Bad Bodenteich. Er umfasst 142 Seiten mit einer Reihe alarmierender Hinweise: Der neue Feuerwehrbedarfsplan der Samtgemeinde Aue liegt jetzt druckfrisch vor.

Er wurde von einem Brandschutzbüro aus dem Kreis Cloppenburg erstellt und analysiert die zu erwartenden Risiken für die Wehren bis zum Jahr 2019. Darüber diskutieren demnächst die politischen Gremien. Die wichtigsten Aussagen im Überblick:.

• Fahrzeuge: Hier herrscht laut Gutachten dringender Handlungsbedarf. „Einige der Fahrzeuge haben bereits ein so hohes Alter erreicht, dass die Einsatzfähigkeit aus technischer Sicht in Frage gestellt werden muss“, heißt es in der Expertise. Eine zügige Neubeschaffung sei daher „umgehend erforderlich“.

• Personal: In den 19 Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Aue stehen tagsüber insgesamt 143 Mitglieder immer zur Verfügung. Erforderlich wären laut Bedarfsplan jedoch 153 Feuerwehrmitglieder. Diese Differenz könne aber durch die teilweise verfügbaren Kräfte, zum Beispiel Schichtarbeiter, tagsüber abgedeckt werden.

Trotzdem sei deutlich geworden, dass die Feuerwehr in der Samtgemeinde mit insgesamt 647 aktiven Kameraden „zu wenig Personal hat, um unter den heutigen gesellschaftlichen Randbedingungen die Einsatzbereitschaft der wichtigsten Fahrzeuge stets sicherzustellen“. Dieser Zustand werde sich aufgrund des demografischen Wandels vermutlich noch verstärken. [...]

Von Bernd Schossadowski

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