Baubeginn für private Grundschule in Lüder – doch Betrieb ab August ist noch nicht gesichert

Erster Spatenstich steht kurz bevor

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Madushani Monard (rechts), Vorsitzende des Vereins Kult-Ur-Dorf Lüder, Vize-Vorsitzender Marcel Monard und die designierte Schulleiterin Simone Haase stehen auf der Fläche, auf der die Neue Auetal-Schule geplant ist. Doch noch ist nicht sicher, ob der Betrieb schon im Sommer starten kann.

Lüder. Noch liegt das Grundstück der künftigen Neuen Auetal-Schule in Lüder im Dornröschenschlaf. Direkt daneben, auf der Fläche des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, herrscht indes rege Bautätigkeit.

Das neue Dach des einstigen Grundschulgebäudes, in dem eine Tagespflege-Einrichtung für Senioren entsteht, ist bereits erstellt. Doch auch auf dem Areal nebenan geht es bald rund. „Wir fangen an zu bauen. Nächste Woche erfolgt der erste Spatenstich“, kündigt Marcel Monard, zweiter Vorsitzender des Vereins Kult-Ur-Dorf Lüder, an.

Eigentlich sollten die Bauarbeiten für die Grundschule in privater Trägerschaft und auf Basis der Montessori-Pädagogik schon im Januar beginnen (AZ berichtete). Doch von der Landesschulbehörde fehlt noch immer eine wichtige Zusage: Die designierte Leiterin der Neuen Auetal-Schule, Simone Haase, möchte als Beamtin beurlaubt werden. Derzeit arbeitet die 37-Jährige als Lehrerin an der Albert-Schweitzer-Grundschule in Gifhorn. Im November 2017 hatte sie ihren Antrag bei der Landesschulbehörde Braunschweig eingereicht, doch eine Entscheidung lag gestern noch immer nicht vor. „Wir warten täglich auf einen Bescheid“, sagt Marcel Monard.

Angesichts des Lehrermangels im Kreis Gifhorn und speziell an der Albert-Schweitzer-Schule könnte es sein, dass Simone Haases Antrag abgelehnt wird. Somit ist noch nicht klar, ob die neue Grundschule wie geplant im August ihren Betrieb aufnehmen kann. Schlimmstenfalls müsste der Start um ein Jahr verschoben werden. Als letztes Mittel könnte Haase für 2019 ihre Entlassung aus dem Beamtenverhältnis beantragen.

So lange will der Verein Kult-Ur-Dorf aber nicht warten. „Wir haben entschieden, dass wir jetzt bauen. Wir müssen vorwärtskommen“, betont Marcel Monard. Schließlich liegen alle anderen erforderlichen Unterlagen vor: Die Finanzierung und das inhaltliche Konzept der Schule stehen, die Baugenehmigung ist erteilt und es gibt umfangreiche Fördermittel. Rund 700 000 Euro werden die Baukosten betragen, erklärt Carola Gräflich, Kassenwartin des Vereins. Hinzu kommen Betriebskosten von etwa 300 000 Euro für die ersten drei Jahre.

„Je länger es sich hinzieht, desto nervöser werden die Eltern“, ahnt Vereinsvorsitzende Madushani Monard. Denn fürs kommende Schuljahr seien bereits 15 Erstklässler angemeldet worden. Damit sind in diesem Jahrgang nur noch fünf Plätze frei. „Für 2019 bis 2023 liegen uns auch schon 10 bis 15 verbindliche Anmeldungen pro Jahr vor“, berichtet Madushani Monard. Zur Not müssten die jetzt angemeldeten Erstklässler ein Jahr lang die Regelschule besuchen und könnten im Sommer 2019 in die zweite Klasse der Neuen Auetal-Schule wechseln.

Klar ist unterdessen, dass das neue Grundschulgebäude frühestens im Oktober dieses Jahres bezogen werden kann. „Wir haben uns aber mit dem Paritätischen geeinigt. Ab August dürfen wir im Tagestreff einen Raum als Provisorium für den Start unserer Schule nutzen“, sagt Marcel Monard.

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