Verwaltung hat Gespräche mit möglichen Käufern der Bad Bodenteicher Immobilie geführt

Erste Interessenten für das Rathaus

+
Seit Dezember steht das ehemalige Rathaus in Bad Bodenteich leer. Die Verwaltung will das Objekt verkaufen und hat dazu bereits mit Kaufinteressenten gesprochen.

Bad Bodenteich. Es wurde 1906 erbaut, bietet auf drei Etagen eine Nutzfläche von 572 Quadratmetern und steht seit Ende vergangenen Jahres vollständig leer. Die Rede ist vom ehemaligen Rathaus in Bad Bodenteich.

Inzwischen gibt es mehrere Interessenten für den Erwerb des Gebäudes, sagt Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke auf AZ-Anfrage.

Die potenziellen Käufer hätten sich das direkt an der Ortsdurchfahrt gelegene Haus bereits angesehen. „Die Gespräche, die wir geführt haben, waren schon sehr konkret. Was dort als Nutzung geplant ist, dürfte dem Interesse des Ortes Bad Bodenteich entsprechen“, erklärt Benecke. Über die konkreten Pläne der Interessenten hüllt er sich aber noch in Schweigen.

Vor einem Verkauf müssten noch einige offene Fragen beantwortet werden, betont der Verwaltungschef. So bezieht das einstige Rathaus seine Wärme über ein Blockheizkraftwerk, das in der benachbarten Grundschule untergebracht ist. Im Fall eines Verkaufs müsste diese Versorgung unterbrochen und eine eigene Heizung im früheren Rathaus installiert werden. Die Stromversorgung erfolgt ebenfalls noch von der Grundschule aus.

„Und wir müssen klären, ob die Schmutzwasserleitung der Schule auch das Rathaus-Grundstück tangiert“, nennt Benecke eine weitere Frage, die es zu klären gilt.

Wie berichtet, hat das nicht unter Denkmalschutz stehende Gebäude einen Restwert von 95 000 Euro. Das hat ein vor Kurzem erstelltes Gutachten ergeben. Zum Kauf angeboten werden soll das Objekt demnächst in lokalen Medien und auf der Homepage der Samtgemeinde Aue. Dabei, so Benecke, gelte aber nicht das Prinzip, dass das höchste Gebot automatisch den Zuschlag erhält. „Wir behalten uns vor, nach eigenen Kriterien zu entscheiden, wem wir das Gebäude verkaufen werden“, sagt Benecke. Er ist „optimistisch, dass wir einen Käufer finden werden“.

Inzwischen sei auch der Schimmelbefall im Keller des Hauses vollständig beseitigt worden, berichtet Gemeindedirektor Alexander Kahlert. Entschieden weist er Gerüchte zurück, nach denen es dort ähnliche Probleme wie im örtlichen Haus des Gastes gebe, dessen Betreten aufgrund des massiven Pilzbefalls mittlerweile verboten wurde. „Das ist überhaupt nicht vergleichbar“, betont Kahlert. „Es ist eben ein feuchter Keller.“

Von Bernd Schossadowski

Lesen Sie mehr dazu im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare