Entscheidung gegen Bad Bodenteich

Bad Bodenteich – Von Wiebke Brütt. Es wird keine Tank- und Rastanlage an der Autobahn 39 bei Bad Bodenteich geben – so die Entscheidung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, die Geschäftsbereichsleiter Dirk Möller gestern im Rittersaal der Burg Bodenteich vor Vertretern der Landkreise Uelzen, Lüneburg und Gifhorn sowie der betroffenen Gemeinden und Samtgemeinden verkündete.

Bad Bodenteichs Bürgermeister Edgar Staßar hatte gehofft, eine der zwei geplanten Anlagen entlang der etwa 105 Kilometer langen Trasse zwischen Lüneburg und Wolfsburg nach Bodenteich holen zu können (die AZ berichtete). „Ich bin sehr enttäuscht, dass es nicht geklappt hat“, sagte er. Denn nun ist es amtlich: Nicht bei Bad Bodenteich, sondern auf Höhe Solchstorf und Wollerstorf sollen Tank- und Rastanlagen mit 250 Lkw- und 100 Pkw-Stellplätzen entstehen.

Außerdem sind an der Autobahn 39 fünf Parkplätze mit WC sowie 50 bis 100 Lkw- und 40 Pkw-Plätzen geplant – bei Kattien, Rätzlingen, Barendorf, Jembke und auf Höhe des Automobil-Testgeländes.

In weiteren Arbeitskreissitzungen werden die fünf A 39-Abschnitte weiter durchgeplant. Auch das Rastanlagenkonzept wird hierbei weiter Thema sein. „Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Vielleicht können wir ja doch noch die Straßenmeisterei oder einen Autohof in die Nähe von Bad Bodenteich bekommen. Das wird ja jetzt alles erst besprochen“, blickte Edgar Staßar positiv den weiteren Schritten entgegen. „Eine große Rastanlage würde für uns neue Arbeitsplätze bedeuten, die sich besonders hier im ländlichen Raum bemerkbar machen würden.“

Darum will er sich nach der Entscheidung der Behörde für Straßenbau und Verkehr auch nicht geschlagen geben. Seine Idee: „Leider sind wir nun leer ausgegangen. Aber vielleicht ist es ja möglich, mit großen Konzernen Verbindung aufzunehmen, die etwas abseits der Autobahn einen Rasthof bauen würden.“

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