Engstirnigkeit oder Bedenken?

Wenn es nach dem Bad Bodenteicher Ratsherren Wolf-Dieter Hiltner geht, dann soll die Bodenteicher Schützenhalle an den Schützenverein verkauft oder verschenkt werden, weil sie zuviel Kosten verursacht.

Bad Bodenteich/Wrestedt - Von Jörn Nolting. Die Fusionsgespräche der Samtgemeinden Bodenteich und Wrestedt stehen kurz vor dem Abschluss. Der Rat der Samtgemeinde Bodenteich hat dem Vorhaben bereits zugestimmt, am Donnerstag, 12. August, müssen die Wrestedter ihr Votum abgeben. Damit es zu einer Fusion der Samtgemeinden kommt, muss eine zwei Drittel Mehrheit erreicht werden. Stimmen die Mitglieder der SPD- und WUB-Gruppe gegen das Vorhaben, scheitert die Fusion.

Die Jungen Liberale Lüneburger Heide (Julis) haben diesen Prozess mit Interesse beobachtet, da die Entwicklung in ihren Augen durchaus eine Vorbild stellung haben kann. Die Julis wundern sich sehr darüber, dass der SPD-Ortsverband so große Bedenken bei einer Fusion hat, da ja die Samtgemeinde erhalten bleiben soll – welche die Julis durchaus für die richtige Organisationsstruktur halten.

„Die kommunale Selbstbestimmung ist für uns natürlich ein wichtiger Grundsatz, jedoch widerstrebt es uns die Chance des Zukunftsvertrags auf dem Altar der Engstirnigkeit zu opfern, wie es in Wrestedt gerade geschieht“, macht der Vorsitzende der Julis Lüneburger Heide, Léonard Hyfing, seinem Ärger Luft. „Die Sozialdemokraten in Wrestedt sollten sich wirklich nochmal überlegen, ob sie weiterhin ihre Kleinbürgerei pflegen wollen, oder ob sie der jungen Generation eine gute Kommunalstruktur hinterlassen wollen“, so Hyfing weiter.

„Wenn eine Umstrukturierung stattfindet, sollte es die effektivste und kostengünstigste sein und das ist die Einheitsgemeinde“, sagt der SPD-Ratsherr des Fleckens Bad Bodenteich Wolf-Dieter Hiltner.

Der Sozialdemokrat wird damit leben, dass die CDU- Mehrheiten in den Räten und der Samtgemeinde Bodenteich der Fusion zugestimmt haben, aber er behauptet weiterhin dass es die falsche Entscheidung ist.

Wie auch immer die Entscheidung ausgeht, es wird zu Einsparungen und Belastungen der Bürger kommen. „Leider werden nicht 75 Prozent der Schulden abgetragen sondern nur 75 Prozent der investiven Schulden“, bedauert Hiltner. Sein Vorschlag: „Wir sollten überlegen dem Schützenverein das Schützenhaus zu verkaufen oder zu schenken.“

Die Vermietung des Schützenhauses ist laut Hiltner leider nicht kostendeckend, da die Einnahmen gerade mal die laufenden Kosten einbringen aber keine Rücklagen erwirtschaftet, die für die Investitionenam Ende reichen.

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