Schostorfer Narren starten ihre 66. Prunksitzung bei klirrender Kälte

„Eisiger“ Empfang für Prinzessin

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Die Schostorfer Schoofunken hatten eigens für die Prinzessin einen Tanz einstudiert und sorgten mit weiteren Auftritten für eine tolle Atmosphäre bei der 66. Prunksitzung der Schostorfer Narren. 

Schostorf. Klirrende Kälte frühmorgens in Schostorf: Prinzessin Antje Rodewald-Schulz, „die Power-Milchschnitte“ musste beim Empfang auf offener Straße achtgeben, nicht zur Eisprinzessin zu erstarren.

Aufmunternde Getränke und die bereitstehende Kutsche brachten dann den Karneval in Schostorf ins Rollen. Durch die Spalier stehenden Schoofunken betrat die Prinzessin den zur Narrenhalle umgewandelten Saal im Gasthaus Behn und ließ sich von ihrem „Volk“ bei der 66. Prunksitzung des Karnevalsvereins Schostorf feiern.

Katharina Schulz zog in der Bütt über die Männer her.

Mit Volldampf ging es durch den Vormittag. Kehlen und Lachmuskeln lockerten sich, die Karnevalsgesellschaft nahm Fahrt auf. Die Schostorfer Schoofunken hatten eigens für die Prinzessin einen Tanz einstudiert und sorgten mit weiteren Auftritten für eine tolle Atmosphäre. Und für jedes Mädchen aus Schostorf scheint es wohl eine Ehre zu sein, einmal in diesem anmutigen Tanzensemble dabei zu sein. An Nachwuchs jedenfalls mangelt es nicht. Die Mini-Schoofunken standen den Großen in nichts nach und tanzten sich in die Herzen der Besucher.

Bei klirrender Kälte empfingen die Schostofer Karnevalisten am Samstagmorgen Prinzessin Antje Rodewald-Schulz.

Frieda Horstmannskötter alias Herbert Rodewald verlas einen Brief der besten Nachbarin Anneliese, die derweil beim Dschungel-Camp in Australien die Stars beobachtet und sich dabei vorkommt „wie bei Hagenbeck im Tropenhaus, nur, dass die Affen hier weniger Haare haben.“ Als Hobbykoch aus Wieren schwang Maik Rodäbel selbst den Kochlöffel, weil er von der 20jährigen Beköstigung seiner Frau genug hatte und zeigen wollte, was Männer am Herd zu leisten vermögen. Das am Ende gar der Hund am zubereiteten Essen einging, war dann leider das Produkt einer männlichen Selbstüberschätzung.

Überhaupt die Männer: Die hatten am Tag der Prinzessin wirklich nichts zu lachen. Schon gar nicht, als Katharina Schulz die Bütt betrat und zu einem Rundumschlag ausholte. Als forsche Ursula Kraft zog sie über ihren Mann Ernst daher, ihrem „Ernst des Lebens“ und überhaupt seien Männer grundsätzlich ein Problem. Wegen des Unterschieds. „Je kleiner der Unterschied, desto größer das Problem“. Am Ende aller Probleme allerdings wusste sie selbst tot geglaubte Körperteile wieder zum Leben zu erwecken.

Da konnten sich selbst die Männer im Saal wieder freuen…

Von Ulrich Bleuel

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