Einsatzziel Wierener Berge

150 Feuerwehrkräfte mit 35 Fahrzeugen rüsten sich für große Waldbrände

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Löscheinsatz in den Wierener Bergen: Nicht überall ist die Wasserversorgung bei Waldbränden leicht.

Bad Bodenteich/Aue. Mit der Stille im Wald ist es am Sonnabend vorbei. Feuerwehrfahrzeuge donnern in langer Reihe über Waldwege in den Wierener Bergen.

In Funkkontakt mit der Einsatzleitung auf dem Gelände der früheren Bodenteicher Bundesgrenzschutz-Kaserne steuern sie ihre Ziele an, darunter Löschwasserbehälter – glücklicherweise ist der Waldbrand nur eine Übung. Insgesamt 150 Feuerwehrkräfte mit 35 Fahrzeugen aus den Landkreisen Uelzen, Celle und Gifhorn nehmen an der groß angelegten Fahr- und Funkübung teil.

„In den kommenden Monaten steigt wieder die Gefahr von Wald- und Flächenbränden teilweise extrem an“, warnt Aues Gemeindebrandmeister Henning Tipp. Entstanden ist die Übung nach den verheerenden Waldbränden im August 1975. Damals behinderten unter anderem Verständigungsprobleme die mehrtägigen Löscharbeiten. Anders als damals verfügen heute alle Feuerwehrfahrzeuge über Funk. „Wir verfügen in der Feuerwehr über teilweise sehr moderne Kommunikationsmittel, doch diese erfordern auch regelmäßige Fortbildungen“, betont Torben Oetzmann, der die Übung mit ausgearbeitet hat.

Die teilweise engen Waldwege fordern auch den Fahrern der Feuerwehrfahrzeuge einiges ab. An verschiedenen Stationen gibt es Erläuterungen zu Besonderheiten. Löschwasserbehälter werden vorgeführt. Nicht überall in den Wierener Bergen ist die Wasserversorgung im Brandfall leicht. „Genau solch Hintergrundwissen hilft uns als Einsatzkräften im Ernstfall sehr“, erklärt der stellvertretende Gemeindebrandmeister Torsten Sawalski.

Der Feuerwehrflugdienst ist bereits in die Saison gestartet. Unter anderem ist eine Cessna in Lüneburg stationiert. „Der Flugdienst ist aus meiner Sicht durch aktuell keine andere Technik zu ersetzen“, ist Gemeindebrandmeister Tipp überzeugt. Unterstützung könnte es zukünftig aber durch Drohnen geben. Die DRK-Bereitschaft, die am selben Tag in Bodenteich übt, führt ihre Drohne vor. Sie soll beim Einsatz einen Lageüberblick aus der Luft geben.

Von Gerhard Sternitzke

150 Feuerwehrkräfte rüsten sich für große Waldbrände

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