Flecken Bad Bodenteich will künftig mehr Geld für Sanierung von Straßen und Wegen ausgeben

Einsatz gegen Löcher und Risse

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Der Brömmelweg in Bad Bodenteich ist von Schlaglöchern und Rissen durchzogen. Es ist eine von mehreren Straßen im Flecken, die dringend saniert werden müssten, sind sich Bürgermeister Edgar Staßar und Gemeindedirektor Hendrik Kunitz einig.

Bad Bodenteich. Auf den ersten Blick muten die Zahlen positiv an: Seit 2014 hat der Flecken Bad Bodenteich keinen einzigen Euro an Investitionskrediten aufgenommen. Daher ist auch die Verschuldung leicht gesunken.

Hendrik Kunitz

Doch inzwischen zeigen sich die Schattenseiten dieses Sparkurses: Weil der Flecken wegen seiner schlechten Haushalts-lage vier Jahre lang nichts für die Unterhaltung seiner Infrastruktur getan hat, gibt es auf vielen Straßen und Wegen erhebliche Schäden. Künftig soll dafür wieder mehr Geld investiert werden, kündigten Gemeindedirektor Hendrik Kunitz und Bürgermeister Edgar Staßar am Donnerstagabend beim Rechnungstag in Schafwedel an. „Wir haben im Flecken das eine oder andere vernachlässigt. Das holt uns jetzt ein“, gab Staßar zu.

Ihm pflichtete Kunitz bei. „Aufgrund des Zukunftsvertrages stehen wir unter dem Spardiktat des Landes und mussten sehen, erst mal unsere Haushalte auszugleichen“, erklärte er. Die Samtgemeinde Aue habe aber seit Juli 2017 mit Sven Peukert einen neuen Mitarbeiter, der gerade eine Prioritätenliste für die geplante Sanierung von Straßen und Wegen in den vier Mitgliedsgemeinden aufstelle. „Anhand dieser Liste wird unser Bauausschuss über anstehende Maßnahmen beraten“, sagte Staßar im AZ-Gespräch.

Weil sich ab 2018 eine Verbesserung der Haushaltslage Bad Bodenteichs abzeichne, könne künftig wohl mehr Geld in den Erhalt der Infrastruktur investiert werden. „Wir müssen das nachholen, was in den letzten Jahren zu kurz gekommen ist“, betonte Staßar. In diesem Jahr soll es mit einer Instandsetzungsmaßnahme in Schafwedel losgehen. Dort wird in der Straße „Hinter dem Hagen“ für rund 7000 Euro eine neue Schotter-Tragschicht eingebracht.

Und das sind weitere Straßen, die nach Ansicht von Staßar und Kunitz dringend saniert werden müssten:

• Schützenstraße: Tiefe Rillen und Löcher in der Fahrbahn, kaputte Bordsteine und eine Stelle, an der der Asphalt mit Pflastersteinen ausgebessert wurde, prägen die Schützenstraße. Die größten Schäden gibt es im Bereich zwischen der Sparkassen-Filiale und der Einmündung der Straße „Im Kleifeld“.

• Waldweg: Ähnlich sieht es am Waldweg aus. Auch dort ist die Fahrbahn eine Holperstrecke und von Löchern und Rissen durchzogen.

• Brömmelweg: Der As-phalt im befestigten Teilstück der Straße ist an vielen Stellen aufgeplatzt, in den Kratern ist der Unterbau zu sehen. Der sich anschließende unbefestigte Fußweg in Richtung Sparkasse ist uneben, verschlammt und voller Pfützen.

• „Auf der großen Heide“: Die Warnung ist eindeutig: „Schlechte Wegstrecke“ steht auf dem Verkehrsschild an der Abzweigung von der Industriestraße. Tatsächlich ist die Straße „Auf der großen Heide“ in einem katastrophalen Zustand. Unzählige tiefe Schlaglöcher klaffen im Asphalt, zudem gleicht die Fahrbahn im unbefestigten Abschnitt einer Schlammpiste.

Von Bernd Schossadowski

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