Schützenhaus Bad Bodenteich: Neues Gutachten liegt vor / Rat entscheidet am 4. April

Eine Million für Komplettsanierung

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Teures Vorhaben: Wenn die Gemeinde Bad Bodenteich das Schützenhaus sanieren will, dann muss sie für kurzfristige Maßnahmen 85 000 Euro berappen und insgesamt 835 000 Euro investieren. Soll die Heizung noch saniert werden, werden es noch 100 000 Euro mehr.

Bad Bodenteich. Eine Grundsatzentscheidung über die Zukunft des Bad Bodenteicher Schützenhauses soll am Donnerstag, 4. April, gefällt werden.

Dann tagt um 19 Uhr im Bowlingcenter just for fun der Rat der Gemeinde, um über das Gebäude, das seit über einem Jahr im politischen Brennpunkt steht, zu befinden. Grund für die kurzfristig einberufene Sitzung ist die Tatsache, dass die Kostenschätzung und Situationsbeurteilung des Suderburger Architekten Axel Braun der Gemeinde nun vorliegt. Für kurzfristige Maßnahmen müsste der Flecken 85 000 Euro investieren, die Umsetzung des Gesamtkonzeptes erfordert eine Summe von 835 000 Euro – ohne Heizungsanlage. Diese würde zusätzliche Kosten in Höhe von 100 000 Euro nach sich ziehen.

„Vor dem Hintergrund der finanziellen Situation des Fleckens und des Entschuldungsvertrages ist die Maßnahme abhängig von der Freigabe der Kommunalaufsicht des Landkreises Uelzen“, erklärt Bad Bodenteichs Gemeindedirektor Frank Juchert. Von entscheidender Bedeutung sei die Finanzierung des Gesamtvorhabens.

„Die Summe ist ein Kracher, hat mich aber nicht überrascht“, sagt der Vorsitzende der SPD-GFW-Gruppe Bad Bodenteich, Dr. Horst-Michael Hintze. Für ihn ist die Tendenz seiner Gruppe eindeutig: „Politik ist die Kunst des Möglichen – und dieses Haus zu sanieren ist eben nicht möglich.“ Es sei zu teuer.

Die Höhe des energetischen Sanierungsaufwandes beträgt rund 465 000 Euro, bleiben 470 000 Euro für anderweitige Investitionen übrig. Energetische Sanierungsmaßnahmen könnten mit Hilfe der kommunalen Klimaschutzgesellschaft des Landkreises finanziert werden. In diesem Fall würde der Flecken die Fördermittel mehrerer Jahre in Anspruch nehmen und Auflagen der Kommunalaufsicht erfüllen.

Die 470 000 Euro, die dann noch finanziert werden müssten, könnten über das Förderprogramm für kleine Städte und Gemeinden erfolgen. Allerdings frühstens 2014 und auch nur, wenn die Lenkungsgruppe der Samtgemeinde Aue dem Vorhaben zustimmt.

Um das Schützenhaus kurzfristig wieder in Betrieb nehmen zu können, müssten laut Braun 85 000 Euro investiert werden. „Dazu bedarf es einer Veranschlagung der Mittel im Haushaltsplan und der Genehmigung der Kommunalaufsicht“, erläutert der Gemeindedirektor.

Von Jörn Nolting

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