Drei Konzepte für die Jugend

Musikschullehrer Rod Coote (links) übt mit Lennart Zahn den richtigen Umgang mit der Gitarre. Die Bad Bodenteicher Musikschule möchte gern ihre Übungsräume erweitern und den Fernsehraum des JUZ übernehmen. Foto: Ph. Schulze

Bad Bodenteich. Wie sieht die Zukunft des Bad Bodenteicher Jugendzentrums aus? Der Rat der Samtgemeinde hat während der jüngsten Sitzung die Entscheidung an den Samtgemeindeausschuss gegeben. Dessen nächste nicht-öffentliche Sitzung findet am Montag, 23. Mai, im Rathaus statt.

Bis dahin sollen alle drei Konzepte, die vorliegen, intensiv durchgearbeitet werden. Vertagt wurde seinerzeit die Entscheidung, da kurzfristig ein völlig neues Konzept von JUZ-Leiter Berni Nowak und Jana-Maria Köhler eingereicht wurde (die AZ berichtete). Die beiden anderen Konzepte, eines kommt vom CJD, das andere von der Seepark-Klinik, lagen der Verwaltung schon wesentlich länger vor.

Was das neue Konzept von den beiden anderen unterscheidet, ist in erster Linie die Trägerschaft und die Umwandlung des Jugendzentrums in einen Mehrgenerationentreff. Folgt die Verwaltung dem Vorschlag von Nowak und Köhler, dann verbleibt die Jugendeinrichtung in kommunaler Trägerschaft und auch der jetzige Standort der Einrichtung wird beibehalten. „Die Lage unserer Einrichtung hat den Vorteil, zentrumsnah zu liegen und schnell erreichbar zu sein“, loben Nowak und Köhler. Doch die dringende Renovierung erfordert die Aufstellung eines Kostenplans. Für den Betrieb des Jugendzentrums steht ein Budget von 25 000 Euro seitens der Samtgemeinde bereit, schilderte Frank Juchert, Allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, während der jüngsten Sitzung.

Für eine Bereicherung halten die beiden Ersteller des Konzepts die Musikschule von Rod Coote. Doch dem Wunsch, den Fernsehraum an die Musikschule abzugeben, könnte nur zugestimmt werden, wenn die Möglichkeit besteht, ersatzweise einen anderen Raum zur Verfügung zu stellen.

Die Personalplanung könnte laut Konzept so aussehen: Eine Hauptkraft sucht sich geeignete Honorarkräfte und Ehrenamtliche zur Verstärkung. Eingestellt wird eine pädagogische Halbtagskraft als Koordinator. Verstärkt werden könnte das Team durch Praktikanten der Fachschule Sozialpädagogik Uelzen sowie Studenten der Fachhochschule Suderburg.

Angesprochen werden sollen nicht nur Jugendliche, sondern Menschen aller Generationen. Deshalb soll es auch Angebote für Erwachsene geben. Mehrgenerationentreff statt Jugendzentrum – und das in kommunaler Hand. „Es besteht die Möglichkeit aus einem Europäischen Fond eine Summe von 40 000 Euro jährlich für Personalkosten, begrenzt auf drei Jahre, zu erhalten“, weisen Nowak und Köhler in ihrem Konzept auf. Um das Projekt auf breiten Schultern tragen zu lassen, besteht die Möglichkeit, einen Verein zu gründen, der der Einrichtung zuarbeitet, so ein weiterer Vorschlag im Konzept. Und auch die bereits in Bad Bodenteich bestehenden Vereine sollen mit ins Boot geholt werden.

Ob die Politik der Samtgemeinde Bodenteich dem Konzept den Vorzug vor den anderen beiden gibt, das wird sich am Montag entscheiden.

Von Jörn Nolting

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