Chance für Samtgemeinde Aue

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Die Sanierung des Schützenhauses in Bad Bodenteich wäre eine mögliche Maßnahme, die mit Hilfe des neuen Förderprogramms von Land und Bund umgesetzt werden könnte. 

Bad Bodenteich/Wrestedt. Die Unterschriften unter dem Fusionsvertrag der beiden Samtgemeinden Bodenteich und Wrestedt sind getrocknet und es beginnen die ersten richtungsweisenden Planungen für die im November fusionierende Samtgemeinde Aue. Sie will mitmachen beim Förderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke“, das vorwiegend für fusionierte Kommunen gedacht ist.

„Es handelt sich um ein neues Programm im Rahmen der Städtebauförderung“, erklärt Heinz Foth vom Bodenteicher Bauamt. Ein Drittel der Kosten übernimmt der Bund, ein Drittel das Land und das letzte Drittel die Samtgemeinde. Allerdings geht es in diesem Programm ausschließlich um öffentliche Maßnahmen. Ende Januar gab es eine gemeinsame Informationsveranstaltung der beiden Samtgemeinden. Ausführlich wurde über das Vorhaben informiert. Das Programm gilt nur für überörtlich zusammenarbeitende oder ein Netzwerk bildende Gemeinden.

Ziel ist es, in den nächsten Jahren Maßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung der ländlichen Infrastruktur, insbesondere zur Stärkung dünn besiedelter und vom Bevölkerungsschwund betroffener Regionen zu ergreifen. Darunter fallen Maßnahmen zur Durchführung von Investitionen zur Erhaltung und Entwicklung der kommunalen Infrastruktur der Daseinsvorsorge auch Investitionsvorbereitende Maßnahmen, wie das Erarbeiten von verbindlich abgestimmten interkommunalen Entwicklungskonzepten.

Potentielle Fördermaßnahmen sind beispielsweise die medizinische und gesundheitliche Versorgung, das Schul-, Sport- und Kulturwesen, die Kinder- und Jugendbetreuung, das Feuerwehrwesen, IT-Netzwerke und die Begegnungsstätten für Jung und Alt. „Private Maßnahmen können aus dem Förderprogramm nicht bedient werden“, verkündete auch Alexander Kahlert, Allgemeiner Vertreter des Wrestedter Samtgemeindebürgermeisters.

Der Wrestedter Samtgemeinderat war das erste Gremium, dass sich mit dem Förderprogramm beschäftigt hatte. Nach einer kurzen Diskussion um mögliche Zahlungsverpflichtungen wurde das Programm einstimmig angenommen. Nun soll eine Liste mit möglichen Maßnahmen erstellt werden. „Es gibt Maßnahmen, die wir sowieso anpacken müssen. Hier haben wir eine Chance“, sagt Heinz-Hermann Schulze (CDU). Als Beispiel wurde die Sanierung der Straße zwischen Wrestedt und Bollensen in den Raum geworfen. Aus dem Bodenteicher Bereich die Sanierung des Schützenhauses und des Dorfgemeinschaftshauses Soltendieck.

Doch erstmal will man einen Fuß in die Tür bekommen, denn die Bewerbungsfrist für das Förderprogramm endet am 1. März. „Es ist die erste Nagelprobe für die Samtgemeinde Aue“, sagt Wrestedts Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke.

Von Jörn Nolting

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