Bad Bodenteicher Schützen wollen Akteneinsicht und hoffen auf Nutzung des Schützenhauses 2014

Prozess erst Ende des Jahres

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Die Mitglieder der Bad Bodenteicher Schützengilde hoffen darauf, dass sie ihr Schützenfest wieder im Schützenhaus und nicht wie im vergangenen Jahr in einem Festzelt feiern können.

Bad Bodenteich. Neues Jahr, neues Glück – das erhoffen sich die Mitglieder des Vorstandes der Bad Bodenteicher Schützengilde in Sachen Schützenhaus.

„Wir wollen wieder einen Antrag auf die Nutzung des Schützenhauses stellen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende Thomas Ziemer mit Blick auf das Schützenfest an Pfingsten.

Ganz egal, ob das Fest wieder in einem Zelt oder vielleicht doch im Schützenhaus gefeiert wird, steht noch ein Prozess vor dem Verwaltungsgericht aus. Die Schützengilde hatte nämlich die Verwaltung des Fleckens verklagt und verlangt Einsicht in die Akten zum Schützenhaus (die AZ berichtete). Ziemer und seine Mitstreiter wollen nachvollziehen können, mit welcher Begründung das Gebäude im vergangenen Jahr geschlossen wurde.

Der Flecken hatte sechs Wochen Zeit, um eine Stellungnahme beim Verwaltungsgericht in Lüneburg einzureichen. Das hat Gemeindedirektor Alexander Kahlert getan. „Uns liegt diese Stellungnahme in Kopie vor“, sagt Ziemer. Die Schützen haben bereits darauf geantwortet. Letzte Woche schickten sie eine weitere Stellungnahme nach Lüneburg.

Der direkte Kontakt wurde weder von den Schützen noch vom Gemeindedirektor gesucht. „Das Verwaltungsgericht hat nun den Daumen drauf“, schildert Kahlert.

Die Schützen zahlen Gerichtsvorkosten in Höhe von 418 Euro. Der Streitwert liegt bei 5000 Euro. Rund die Summe, die die Schützen für das Festzelt und die Musikanlage benötigen. „Wir verhandeln bereits mit dem Zeltverleiher“, sagt Ziemer und schränkt ein: „Wenn wir es überhaupt brauchen.“

Da es sich lediglich um die Begründung der Schließung des Schützenhauses handelt, besteht für das Verwaltungsgericht beim Aktenzeichen 5A247/13 keine Eile. Dessen stellvertretender Pressesprecher Gerd Ludolfs rechnet damit, dass eine Verhandlung frühestens Ende dieses Jahres stattfinden wird – es sei denn die Parteien einigen sich.

Derweil freut sich Thomas Ziemer laut eigener Aussage über viel positives Feedback aus dem Ort, „weil wir uns eben nicht alles gefallen lassen“.

Von Jörn Nolting

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