Ortsdurchfahrt wird möglicherweise 2019 saniert / Vorher Kanal-Erneuerung nötig

Bad Bodenteich: Kommt das Ende der Holperpiste?

+
Die Landesstraße 270 im Bereich der Ortsdurchfahrt von Bad Bodenteich wurde vom Land im Jahr 2017 ausgebessert. Doch zurückgeblieben ist eine Holperpiste. Möglicherweise wird die Fahrbahn im kommenden Jahr grundlegend saniert.

Bad Bodenteich. Mit einer guten und einer schlechten Nachricht wartete Gemeindedirektor Hendrik Kunitz am Donnerstagabend in der Sitzung des Bad Bodenteicher Rates auf.

Die gute: Die L 270 wird möglicherweise im kommenden Jahr im Bereich der Bodenteicher Ortsdurchfahrt saniert. Die schlechte Nachricht: Das Land hat dem Flecken mitgeteilt, dass es für den seit Jahren geforderten Bau einer Ortsentlastungsstraße keine Finanzmittel bereitstellen wird.

Kunitz informierte den Rat über einen Ortstermin mit Manuela Kapak-Wendt, Leiterin der Straßenmeisterei Uelzen. Dabei sei der Zustand der Bad Bodenteicher Ortsdurchfahrt unter die Lupe genommen worden. Wie berichtet, hat die Straßenmeisterei im Jahr 2017 die Risse und Löcher in der Fahrbahn ausgebessert. Doch das hat bei vielen Bürgern Unmut erzeugt. „Das ist eine Buckelpiste, eine Zumutung für den Ort“, kritisierte Bürgermeister Edgar Staßar in der Ratssitzung. Er hofft daher, dass die Fahrbahn 2019 grundlegend saniert wird.

Hendrik Kunitz

Zuvor soll in einem Gespräch mit Vertretern der Straßenmeisterei, der Fleckenverwaltung und der Celle-Uelzen Netz besprochen werden, wann die Schmutz- und Regenwasserkanäle der L 270 erneuert werden. Erst wenn das feststehe, könne das Land die Sanierung der Fahrbahn in Angriff nehmen, erklärte Manuela Kapak-Wendt gestern im AZ-Gespräch.

Enttäuscht war der Fleckenrat hingegen, dass das Land seinem Wunsch nach einer Ortsumgehung für Bad Bodenteich eine Absage erteilt hat. Dieses Projekt ist nach Ansicht der Politiker dringend notwendig, denn der Verkehr auf der L 270, insbesondere von Lastwagen, hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) habe ihm jedoch „mit lauwarmen Worten“ schriftlich mitgeteilt, dass das Land grundsätzlich keine Entlastungsstraßen baue, berichtete Kunitz. Ähnlich habe sich die SPD-Landtagsfraktion geäußert. Althusmann habe vorgeschlagen, dass der Flecken auf eigene Kosten eine Ortsentlastungsstraße bauen könnte. Das sorgte in der Ratssitzung für spöttische Kommentare. „Es sind ja nur zehn Millionen Euro“, hieß es angesichts der geschätzten Kosten.

Und noch etwas sorgte bei Kunitz für Ernüchterung: Die Bitte des Fleckenrates um Unterstützung für das Ortsentlastungsprojekt hatte er bereits Mitte Juni an Landrat Heiko Blume sowie an die Vorsitzenden aller Uelzener Kreistagsfraktionen und der niedersächsischen Landtagsfraktionen geschickt. Bislang hätten aber nur Althusmann und die Landes-SPD darauf geantwortet – und das auch erst im Oktober. Dass es keinerlei Resonanz aus der Uelzener Kreispolitik gegeben habe, sei „sehr schade“, gab Kunitz offen zu. „Wir sind jederzeit zu Gesprächen bereit und würden uns freuen, wenn man auf uns zukommen würde.“

Von Bernd Schossadowski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare