Rund um das wahrscheinlich größte Osternest der Lüneburger Heide hat sich ein „Kult“ etabliert

Bad Bodenteich in Feierlaune

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Das Osternest wird mit Eiern belegt – aus einer spontanen Idee ist in Bad Bodenteich schon ein gewisser Kult geworden.

Bad Bodenteich. „Immer wieder kommt ein neuer Frühling“ – schöner und passender hätten es die Kinder aus der Bodenteicher Kindertagesstätte nicht besingen können, was sich am Sonnabend mitten im Ort auf dem Platz des Amtmannes abspielte.

Und dazu hatten die Kids nicht nur mit ihrem Gesang viel beigetragen.

Die Hasenfamilie ist gewachsen – und vielleicht komplettiert sie noch eine kleine Ulla? 

Was vor einem Jahr aus einer spontanen Idee entstand, hat jetzt schon einen gewissen Kult erreicht, eine Aktion, mit der sich Bad Bodenteich identifizieren kann und die den Bürgern Spaß macht. Innerhalb kürzester Zeit entstand zum zweiten Mal und mit einem Umfang von 23 Metern das wahrscheinlich größte Osternest der Lüneburger Heide. Im Mittelpunkt dabei der vom Motorsägenkünstler Andree Löbnitz geschaffene Hase Ulli, der zwischenzeitlich (wie berichtet) mit Ulrike eine liebe Häsin neben sich hat.

Frühlingszeit ist Hasenzeit. Ulli und Ulrike haben ihre Frühlingsgefühle wohl schon genossen und den Winter zum Kuscheln genutzt. Das Pärchen ist nicht mehr allein. Zur Überraschung aller stand da ein kleines Häschen neben ihnen. Manfred Schneider vom Fremdenverkehrsverein klärte auf: „Der kleine Hase ist mir zugelaufen, den habe ich ihn gefangen!“ Man kann daran glauben oder nicht, so ist das mit den Osterhasen.

Diese Kindergartenkinder sangen bei der Veranstaltung ein Osterständchen. In Bodenteich hat man um das Osternest mit 23 Metern Umfang viel Spaß.

Und so machten sich die Helfer der „Bodenteicher Hasenbande“ an die Arbeit, den drei Frühlingsboten ein entsprechendes Zuhause der allerersten Güte zu schaffen. Die letzte Entkusselungsaktion in der Bodenteicher Heide brachte viel Reisig zusammen, das jetzt als Grundlage für das Nest diente. Die Schlepperfreunde aus dem Ort hatten mit ihren Treckern und Anhängern das Strauchwerk und reichlich Moos zu den Hasen gebracht. Mit Tannengrün und Schleifen wurde das Nest geschmückt. Krönender Abschluss das Gelege. Riesige und bunt bemalte Eier aus Ytong wurden von starken Männern ins Nest gelegt. Aus der Kindertagesstätte brachten die Kinder in ihren Wagen weitere große Eier mit, die sie jüngst gebastelt und bemalt hatten. Dafür gab es zur Belohnung für alle ein Eis.

Alle anderen genehmigten sich nach getaner Arbeit mit ihren Gästen Kaffee und Kuchen. In geselliger Runde mit viel Klönschnack wurde auch fieberhaft nach einem Namen für den Nachwuchs von Ulli und Ulrike gesucht. So richtig fündig wurde man noch nicht. Sicher aber darf man sein, dass die „Hasenbande“ noch rechtzeitig vor Ostern den Kleinen auch beim Namen rufen wird. Und ein wenig weiter gedacht wurde auch schon: Ein kleines Hasenmädchen würde die Familie im nächsten Jahr komplett machen. Eine kleine Ulla vielleicht?

Von Ulrich Bleuel

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