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Land nutzt jetzt zwölf Gebäude der alten Bodenteicher Kaserne

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Von: Lars Becker

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Bereits zwölf Gebäude auf dem alten Kasernengelände in Bad Bodenteich werden genutzt.
Auf dem alten Kasernengelände in Bad Bodenteich werden Ukrainer untergebracht. © Lars Becker

Seit September werden in der alten KGS-Kaserne in Bad Bodenteich Geflüchtete untergebracht. Die Kapazität zur Belegung konnte bis heute sukzessive erweitert werden.

Bad Bodenteich – Seit der Wiederinbetriebnahme der alten BGS-Kaserne in Bad Bodenteich als Transfercamp für Kriegsvertriebene aus der Ukraine am 14. September sind dort bereits 1071 Personen untergebracht worden. 681 sind von hier aus in ihre Zielkommunen gereist. Das hat die Landesaufnahmebehörde (LAB) Niedersachsen auf AZ-Anfrage mitgeteilt.

Mit Stand von Mittwoch waren auf dem Gelände an der Stadenser Straße noch 390 Personen untergebracht, die vor dem Angriffskrieg Russlands aus ihrer Heimat nach Deutschland geflohen sind, wie LAB-Sprecherin Nina Jahnen erläuterte. Anfänglich war die Belegung in Bad Bodenteich von rund 100 auf 275 Personen erhöht worden. „Sukzessive wird die Kapazität auf 800 Personen ausgeweitet“, so Jahnen, die bekräftigte, dass ausschließlich Vertriebene aus der Ukraine dort untergebracht werden.

Anfangs waren fünf Gebäude genutzt worden. Diese Zahl wurde deutlich ausgebaut: „Derzeit sind zwölf Häuser in Betrieb, ausschließlich die Erdgeschosse. Bis Ende November soll der zweite bauliche Rettungsweg in Form von Gerüsttreppen ebenso fertig gestellt sein wie weitere kleinere bauliche Ergänzungen. Dann können auch die Obergeschosse in Betrieb genommen werden.“

Nach wie vor habe es keine Vorkommnisse gegeben, die eine Polizeipräsenz erforderlich gemacht hätten. Die LAB befinde sich im regelmäßigen Austausch. Parallel werde eine Konzeption für soziale Angebote erarbeitet, die Kooperationen mit Vereinen wie dem TuS Bodenteich beinhalten könne, der dies angeboten hatte. Der DRK-Kreisverband, der das Camp betreibt, sucht für die Kinder Rutsche-Autos und Bälle. Diese können beim Sicherheitsdienst abgegeben werden.

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