SPD/Dr. Hintze Gruppe macht Sparvorschläge für die Samtgemeinde Aue

Bauhof als Eigenbetrieb

Ausästen zwischen Bollensen und Emern: Die Mitarbeiter des Bauhofs der Samtgemeinde Aue haben jede Menge zu tun. Die SPD/Dr. Hintze Gruppe schlägt nun vor, aus dem Bauhof einen Eigenbetrieb zu machen wie es schon beim Abwasserverband Aue seit vielen Jahren praktiziert wird. Foto: Ph. Schulze

Bad Bodenteich/Wrestedt. Sparen wird groß geschrieben in der Samtgemeinde Aue, denn schließlich steht die Kommune unter der Verpflichtung des Zukunftsvertrages und hat sich zur Kostenminderung verpflichtet. Aus diesem Grund stellt die SPD/Dr.

Hintze Gruppe in der Samtgemeinde zwei Anträge, um die Ausgaben möglichst zu minimieren.

Die Vertreter der Gruppe schlagen vor, aus dem Bauhof der Samtgemeinde einen Eigenbetrieb zu gründen und dazu vorab Verhandlungen mit der Stadt Uelzen aufzunehmen. „Damit soll die Möglichkeit geprüft werden, ob ein Zusammenschluss mit dem Eigenbetrieb der Stadt möglich ist und sich finanziell lohnt“, erklärt Gruppensprecher Andreas Dobslaw die Idee.

Bei der Besichtigung des Bauhofs im Dezember führte der Bauausschussvorsitzende Jürgen Schulze (CDU) aus, dass das bestehende Bauhofgelände ausreichend sei, und dass künftige weitere Aufgaben des Bauhofs fremd zu vergeben seien. Auch die Verwaltung der Samtgemeinde Aue hält eine Standortverlegung nicht für notwendig. Die SPD hatte seinerzeit den Vorschlag eingereicht, den Bauhof auf einem Teil des ehemaligen BGS-Geländes einzurichten (die AZ berichtete). Doch dagegen hatte sich der Flecken ausgesprochen, weil er die Absicht hat, das Gelände als Gesamtpaket zu verkaufen.

Die Zusammenlegung der beide Bauhöfe aus Bad Bodenteich und Wrestedt am Standort Bad Bodenteich wurde vor der Fusion von verschiedenen Seiten kritisch gesehen. Auch die Personalräte der beiden ehemaligen Samtgemeinden hatten Bedenken. „Ich halte das Konzept für nicht belastbar“, sagt Dobslaw. Im Hinblick auf die Notwendigkeit eines wirtschaftlichen Betriebes stelle die Gründung eines Eigenbetriebes für die Gruppe ein geeignetes Mittel dar, die Samtgemeinde massiv von Investitions-, Unterhalt- und Personalkosten zu befreien, ohne Leistungen zu verlieren oder die Arbeitsplätze der Beschäftigten zu gefährden. Die Stadt Uelzen mache dies mit ihren „Betrieblichen Diensten“ seit Jahren erfolgreich vor. Den Vorteil eines Eigenbetriebes im Gegensatz zur Fremdvergabe sieht die Gruppe darin, dass die Kommune über ihre Vertreter weiterhin Einfluss auf die Organisation nehmen kann. „Außerdem wird nur das bezahlt, was von den Gemeinden oder der Samtgemeinde in Auftrag gegeben wurde“, betont Dobslaw. Ehrenamtliches Engagement zahle sich dann in barer Münze aus.

Ein weiterer Antrag der Gruppe lautet, zu prüfen, ob die Samtgemeinde Aue in das Gebäudemanagement Uelzen und Lüchow-Dannenberg aufgenommen werden könne. „Uns wurde mitgeteilt, dass der Beitritt grundsätzlich realisierbar ist“, sagt Dobslaw. Auch Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke hält das Vorhaben für sinnvoll: „Wir kümmern uns darum, aber wir können es nicht aus dem Ärmel schütteln.“ Wie Dobslaw betont er, dass für die Mitarbeiter kein Grund zur Sorge bestehen darf.

Von Jörn Nolting

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