Bauausschuss diskutiert Lösungen für größere Aufenthaltsräume des Teams in Bad Bodenteich

Bauhof-Container reicht nicht aus

Für die Mitarbeiter des Bauhofes der Samtgemeinde Aue ist der Platz zum Umziehen und für die Pausen rar: Die bisherige Lösung für die Mitarbeiter beider Teilgemeinden reicht nicht aus. Archivfoto: Ph. Schulze

Bad Bodenteich. Auf „äußerst beengtem Raum“, sagt Henning Meyer, bewegen sich derzeit die Bauhofmitarbeiter der Samtgemeinde Aue.

Meyer ist Ingenieur im Bauamt und der Gebäudewirtschaft, und bei der vergangenen Bauausschuss-Sitzung der Samtgemeinde Aue hat er nochmal deutlich gemacht, wo der Schuh drückt – der Ausschuss diskutiert nun mehrere Möglichkeiten, mehr Platz zu schaffen.

Seit der Fusion der Gemeinden Wrestedt und Bad Bodenteich arbeiten die Männer und eine Frau des Bauhof-Teams in Bad Bodenteich, statt von unterschiedlichen Standorten aus zu agieren.

Da wird der Platz rar: Weil der Pausenraum und die sanitären Einrichtungen und Umkleiden nicht ausreichen, scharen sich 13 Mitarbeiter und eine Mitarbeiterin zum Teil in einem provisorischen Containerbau. „Die Mitarbeiter murren bisher nicht“, sagt Meyer, die hätten die Situation bisher hingenommen, weil eine Verbesserung in Aussicht sei.

Diese Verbesserung ist derzeit noch Thema im Bau- und Friedhofsausschuss der Samtgemeinde. Mehrere Möglichkeiten stehen zur Auswahl: So könnte die Samtgemeinde eine Halle in Bad Bodenteich mieten, sie würde 900 Euro im Monat kosten, plus Mehrwertsteuer, Wasser, Gas und Strom. Diese Lösung sei aber nicht optimal, was Lagerung, Rangieren und Entfernungen zu weiteren Gebäuden angehe.

Ein weiterer Ansatz sieht vor, das bisherige Gebäude des Bauhofes Bad Bodenteich, der nun die Belegschaft von zwei Bauhöfen zu beherbergen hat, zu sanieren und auszubauen. Das würde allerdings mit allen energetischen Neuerungen und Trennung von Umkleiden und Toiletten für Männer und Frauen insgesamt etwa 226000 Euro kosten. „Das ist eine Menge Holz für so ein Ding“, kommentierte Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke den bisherigen Entwurf. Die Ausschussmitglieder waren sich ebenfalls einig: zu teuer.

So rückte die Variante eines Containerbaus in den Fokus. Henning Meyer rechnete vor, dass ein geräumigerer Containerbau mit Fundament, Lieferung, Montage und Erschließung etwa 100000 Euro kosten würde. Zunächst stieß der Ansatz auf Zustimmung: Man solle sich mit dem Gedanken an einen Container anfreunden, empfahl der Bürgermeister; von Kostenseite gebe es da nicht viel zu überlegen, meinte der Bauausschuss-Vorsitzende Jürgen Schulze; die Container sähen außerdem besser aus, als der Name „Container“ nahe lege, meinte Ausschussmitglied Peter Ramünke.

Ausschussmitglied Dr. Birgit Janßen mahnte aber vor allzu schneller Zustimmung: „Ich finde auch 100000 Euro eine Menge Geld“, meinte sie. Man solle prüfen, ob man Container auch mieten könne. Schließlich habe man mit Blick auf den Zukunftsvertrag zu sparen und aufs Geld zu achten. Später könne man dann nach der idealen Lösung suchen. Ramünke unterstützte sie: „Wir müssen nicht jetzt schon harte tiefe Pflöcke einrammen“, sagte er.

Bis zur nächsten Sitzung im Mai sollen nun genauere Kosten ermittelt werden, auch was die Miete eines Containers betrifft. Henning Meyer ist auf AZ-Nachfrage zufrieden: Die Lösung ist noch nicht gefunden, aber dass das Platzproblem seines Bauhofes kontrovers diskutiert werde und gerade eingedenk der Kosten die Möglichkeiten auch hinterfragt werden, sei in Ordnung und legitim.

Von Kai Hasse

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