Hotel oder Restaurant: Stadt Bad Bevensen verhandelt mit Investoren

Bademantelgang zur Therme?

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Das neue Kurhaus soll nicht über eine eigene Gastronomie verfügen. Stattdessen setzen Stadt und Samtgemeinde auf Investoren, die ein Thermenhotel oder ein Restaurant neben dem neuen Bauwerk errichten wollen.

Bad Bevensen. Die Stadt Bad Bevensen verhandelt weiterhin mit möglichen Investoren für ein Thermenhotel und ein Restaurant. Das bestätigen Bürgermeister Martin Feller und Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer auf AZ-Nachfrage.

Diese Woche sind weitere Gespräche zwischen potenziellen Bauherren und der Verwaltung angesetzt, bis zum Jahresende wollen die Bevenser dann entscheiden – so zumindest die Wunschvorstellung der Stadtvertreter. Denn dann könnte ein zweiter Bau – Hotel oder Restaurant – der zwischen dem neuen Kurhaus und der Jod-Sole-Therme entstehen würde, in einem Zug mit dem neuen Kurhaus geplant und umgesetzt werden.

„So ein zeitlicher Ablauf wäre deutlich einfacher. Allein schon wegen der inneren Anbindung der Gebäude aneinander wäre es einfacher, wenn man schon jetzt wüsste, was kommt“, erklärt Kammer. Denn angedacht ist es, Kurhaus, Therme und Hotel oder Restaurant durch Gänge miteinander zu verbinden und so einen höheren Komfort für die Gäste zu bieten. So soll beispielsweise – falls es zu einem Hotelbau kommt – Übernachtungsgästen der Zugang zur Therme und deren Saunalandschaft über einen so genannten „Bademantelgang“ ermöglicht werden. Ein weiterer Vorteil der gemeinsamen Planung: „Die Gebäude sollen natürlich zueinander passen“, betont Feller. Und das wäre deutlich einfacher, wenn die Architekten, die an der Planung und Umsetzung des neuen Kurhauses beteiligt sind, auch in die Überlegungen zu weiteren Bauten eingebunden wären.

Wird man sich bis Jahresende mit keinem der potenziellen Investoren einig, wären die Vari-anten Thermenhotel und Restaurant jedoch nicht automatisch aus dem Spiel, beteuern Kammer und Feller gleichermaßen auf Nachfrage. „Wir werden auch für spätere Zeitpunkte weiter suchen“, sagt Feller. Lieber wäre beiden jedoch eine kurzfristige Entscheidung – aus genannten Gründen.

Zum Hintergrund: Die Stadt Bad Bevensen plant, für fünf Millionen Euro ein neues Kurhaus an der Dahlenburger Straße zu bauen – vier Millionen Euro der Kosten werden über Fördermittel gedeckt. Das Haus soll an nahezu identischer Stelle entstehen, an der heute das Kurhaus steht. Im Frühjahr 2014 wird darum mit dem Abriss des bestehenden Kurhauses begonnen, bis Ende 2015 soll das neue Kurhaus stehen. Geplant ist das Haus als Solitär – also frei stehend. Zwischen neuem Kurhaus, das übrigens aus Kostengründen ohne Restaurant gebaut wird, und der Jod-Sole-Therme wird genügend Platz gelassen, um dort einen weiteren Bau zu realisieren. Die Jod-Sole-Therme wird während der Bauphase am neuen Kurhaus den Betrieb weiterführen. Sie ist von den Arbeiten nicht betroffen.

Von Wiebke Brütt

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