Neue Module in Bad Bodenteich aufgestellt

Seepark-Klinik schafft Therapie-Räume in Containern

Ein Kran hebt einen Container von einem Sattelschlepper und stellt ihn auf ein Betonfundament.
+
Mit einem Kran wurden am Mittwoch die Container auf dem Besucherparkplatz der Seepark-Klinik aufgestellt. In ihnen werden Therapieräume für den Reha-Bereich geschaffen.
  • Bernd Schossadowski
    vonBernd Schossadowski
    schließen

Auf dem Besucherparkplatz der Bad Bodenteicher Seepark-Klinik wurden am Mittwoch neun Metallcontainer aufgebaut. Sie dienen künftig als Therapieräume, denn die Klinik lagert einen Teil ihres Reha-Bereiches aus. Wegen der Corona-Abstandsregeln muss im Hauptgebäude mehr Platz geschaffen werden.

Bad Bodenteich – Echte Maßarbeit ist am Mittwoch auf dem Besucherparkplatz der Bad Bodenteicher Seepark-Klinik gefragt. Doch es geht nicht darum, Autos zu parken. Die Dimensionen sind weitaus größer. Mit einem Kran werden neun beige Metallcontainer von einem Sattelschlepper abgeladen und auf Betonfundamente gestellt. In diese neuen Räume lagert die Klinik einen Teil ihres Reha-Bereiches für Erwachsene aus.

„Aufgrund der Corona-Abstandsregeln müssen wir die Belegung im Hauptgebäude reduzieren. Wir brauchen mehr Platz, um die gleiche Anzahl Patienten versorgen zu können“, erklärt Geschäftsführer Ulrich Fernim im AZ-Gespräch. Ohnehin sei der Behandlungsbedarf in Corona-Zeiten größer als zuvor. Deshalb hat die Klinik die jeweils sechs mal drei Meter großen Container angeschafft. „Sie werden zusammengebaut, sodass daraus vier Therapieräume à 38 Quadratmeter mit einem kleinen verbindenden Flurbereich entstehen“, sagt André Pieper-Christensen, technischer Leiter der Seepark-Klinik.

Container entsprechen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts

Die Container sollen für die Psycho-, Gruppen-, Ergo- und Entspannungstherapie genutzt werden. Jeder Gruppenraum bietet Platz für neun Patienten und einen Therapeuten. Der Fußboden besteht aus Leimholzplatten, die Wände sind hell verkleidet. Die Räume verfügen über Heizung, Brandmelder, Feuerlöscher und isolierte Wände. „Die Container sind individuell für uns nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts gefertigt worden“, erläutert Pieper-Christensen. „Wir sorgen noch für einen barrierefreien Zugang. Eine kleine Kante wird mit einer Rampe ausgeglichen“, sagt Fernim.

Doch zuvor müssen die Container von der Fachfirma aus Haren (Ems) erst einmal abgeladen werden. Per Fernsteuerung bedient ein Arbeiter den Kran, mit dem die an stabilen Gurten hängenden Module auf die Betonsockel gehoben werden. Auf diesen werden die Container anschließend mit Stahlschrauben befestigt.

Jährliche Mietkosten von etwa 36 000 Euro

„Noch einen Zentimeter nach hinten“, ruft einer der in gelbe Warnwesten gekleideten Arbeiter seinem Kollegen zu. „Und jetzt noch ein Stück höher.“ Gemeinsam wird das Modul in die richtige Position geschoben. Steht es auch gerade? Das überprüft zum Schluss ein anderer Arbeiter mit einer Wasserwaage. Er nickt zufrieden.

Die Kosten für den Aufbau der Container beziffert Fernim auf 35 000 Euro. Hinzu kommen jährliche Mietkosten von etwa 36 000 Euro. „Das Ganze ist nur eine vorübergehende Lösung“, betont der Geschäftsführer. Die Baugenehmigung sei auf drei Jahre befristet. „Bis dahin soll unser Krankenhaus-Neubau fertig sein, dann werden die Container obsolet.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare