Samtgemeinde beschließt neue Friedhofsgebühren / Bisher Defizit von 339 300 Euro

Aues Gräber werden teurer

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Eine Anpassung wäre auch ohne die Fusion nötig gewesen: Die Gebühren für die Friedhöfe der Samtgemeinde Aue werden zum 1. Januar 2014 erhöht.

Bad Bodenteich/Wrestedt. Bisher hat eine Einzelgrabstelle auf einem Friedhof in der ehemaligen Samtgemeinde Bodenteich 274 Euro gekostet. In der ehemaligen Samtgemeinde Wrestedt hingegen lagen die Kosten für ein vergleichbares Grab bei 330 Euro.

Nun wird auf 400 Euro aufgerundet. Der Rat der Samtgemeinde Aue hat während seiner jüngsten Sitzung eine neue Friedhofssatzung und neue Friedhofsgebühren beschlossen.

„Wir bieten viel an im Vergleich mit anderen Gemeinden. Hier und da sind gewaltige Sprünge“, gibt Heinz-Hermann Schulze, Sprecher der CDU/WGA-Gruppe, mit Blick auf die Gebühren zu. Laut Alexander Kahlert, Allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters, ist die Anpassung der Gebühren dringend notwendig, „weil wir vom Defizit runterkommen müssen“. Ein Minus von 339 300 Euro ergab sich nach der Betriebsabrechnung 2012. „Es hat sich im Grunde über die letzten 15 bis 20 Jahre angehäuft“, berichtete Kahlert. Mit der Erhöhung der Gebührensätze soll nun versucht werden, das Defizit zu reduzieren. „Die Kosten sind da und müssen gedeckelt werden – wir haben keine andere Wahl“, meinte auch Andreas Dobslaw, Sprecher der SPD/Dr. Hintze/Grüne-Gruppe. Er ergänzte, dass die Anpassung der Gebühren auch ohne den Zukunftsvertrag und die Fusion notwendig gewesen wäre.

Durch die Fusion muss die neue Samtgemeinde Aue im gleichen Atemzug die Friedhofssatzung anpassen. „Die Ruhefrist wurde auf 25 Jahre festgelegt“, schilderte Kahlert. Das Abräumen und Einebnen der Gräber übernimmt die Friedhofsverwaltung.

Die Politik stand geschlossen hinter der neuen Satzung für die Friedhöfe der Samtgemeinde Aue und auch hinter der Erhöhung der Gebühren. Die Abstimmung verlief einstimmig.

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