Samtgemeinde plant Standesamtsbezirk mit Uhlenköperstadt / Rosche kooperiert bereits mit Stadt

Aues Einwohner heiraten in Uelzen

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Die Samtgemeinde Aue will ab dem 1. August die Stelle im Standesamt einsparen und mit der Stadt Uelzen kooperieren. Auf der Burg Bodenteich kann aber auch künftig geheiratet werden.

Bad Bodenteich/Wrestedt/Rosche. Die Samtgemeinde Aue hat den Zukunftsvertrag mit dem Land Niedersachsen unterschrieben und will mit allen möglichen Mitteln einen ausgeglichenen Haushalt zum Jahr 2016 erreichen.

Deshalb wird gespart, wo es möglich ist – auch bei der Besetzung des Standesamtes. „Unsere Standesbeamtin geht zum 1. August dieses Jahres in Altersteilzeit“, sagt Aues Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke. Sein Ziel ist es, die Stelle nicht mehr neu zu besetzen, sondern eine Kooperation mit der Stadt Uelzen einzugehen.

„Wir entwerfen derzeit gerade eine Vereinbarung und treffen uns erneut am 21. Januar“, schildert Wrestedts Rathauschef. Bis dahin soll eine gemeinsame Sitzungsvorlage mit der Stadt Uelzen erstellt worden sein.

Geheiratet werden kann künftig aber auch weiterhin in der Burg Bodenteich. „Die Burg ist als Ort für standesamtliche Trauungen stark nachgefragt“, weiß Benecke. Für viele junge Paare sei es aber nicht mehr relevant, ob sich das Standesamt im Rathaus vor Ort befindet. „Die Hochzeitspaare bevorzugen attraktive Orte wie eben die Burg oder das Schloss in Holdenstedt“, sagt Benecke.

Bevor die Zusammenarbeit in trockenen Tüchern ist, müssen noch personelle Fragen geklärt werden. Benecke ist sich aber sicher: In der Samtgemeinde Aue ist kein Standsbeamter mehr notwendig. Eine endgültige Entscheidung soll hierzu im Frühjahr fallen, „damit wir personell reagieren können“. Schließlich werden bereits die ersten Termine für die Zeit nach dem 1. August angefragt.

Das Modell der Kooperation wäre nicht neu, laut Benecke gibt es etliche Beispiele von Kommunen in Niedersachsen, die es vergleichbar praktizieren.

Die Samtgemeinde Rosche bildet mit der Stadt Uelzen zwar keinen Standesamtsbezirk wie es die Samtgemeinde Aue plant, aber es findet bereits eine Kooperation statt. „Wenn unser Standesbeamte krank ist, dann springt die Stadt Uelzen ein“, schildert Rolf Musik, Allgemeiner Vertreter des Samtgemeindebürgermeisters. Ein Vorteil für Rosche: Der Stundenanteil des Standesbeamten beschränkt sich auf 25 Prozent.

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