60-Jähriger von Zug getötet

Tödliche Verletzungen erlitt der 60-jährige Fahrer des Renaults gestern in Bad Bodenteich nach dem Zusammenstoß mit einer Regionalbahn am unbeschrankten Bahnübergang am Waldbad.

Bad Bodenteich - Von Jörn Nolting. Die 23 Passagiere des Regionalzugs nach Braunschweig standen noch lange unter Schock. Die Augenzeugin musste von den Rettungskräften des DRK versorgt werden und auch die Feuerwehrmänner aus Bad Bodenteich mussten nach dem Einsatz mit den Tränen kämpfen: Am gestrigen Mittwoch endete die Kollision eines Autos mit dem Regionalzug am unbeschrankten Bahnübergang am Bad Bodenteicher Waldbad tödlich für den 60-jährigen Fahrer des Renaults. Der ehemalige Ortsbrandmeister und inzwischen zum Ehrenortsbrandmeister ernannte Vorarbeiter des Bodenteicher Bauhofs übersah nach Angaben der Polizei das rote Signallicht an dem unbeschrankten Bahnübergang.

Beim Passieren des Übergangs kollidierte der Wagen der Samtgemeinde mit der Regionalbahn. Die Bahn schob das Auto gut 100 Meter vor sich her, so dass sich diese an einem Signalmast verkeilte. Der 60-jährige Fahrer wurde im Fahrzeug eingeklemmt und verstarb noch im Fahrzeugwrack. Durch den Aufprall wurde der Triebwagen aus den Schienen gehoben. Der Triebwagenführer erlitt leichte Verletzungen. Alle anderen 23 Fahrgäste in der Bahn blieben unverletzt und kamen mit einem Schock davon. Hinweise auf einen technischen Defekt der Signalanlage gibt es laut polizeilichen Ermittlungen nicht. Die Polizei beziffert den reinen Sachschaden derzeit mit mehr als 50 000 Euro. Die Bergungsmaßnahmen sowie die Unfallaufnahme dauerten noch bis in die Abendstunden. In dieser Zeit blieb die Bahnstrecke gesperrt. Für die Passagiere wurde ein Bus bereitgestellt.

60-Jähriger von Zug getötet

„Anfangs hatten die Feuerwehrmänner noch genügend Adrenalin. Danach gerieten sie ins Nachdenken“, schildert eine der DRK-Rettungskräfte die Situation an der Unfallstelle. Ein weiterer Schock für die Brandschützer aus Bad Bodenteich, denn schon im vergangenen Jahr verloren sie bei eine Autounfall ihren amtierenden Ortsbrandmeister. Die Mitarbeiter des DRK versorgten deshalb insbesondere die Feuerwehrmänner. Auch zwei Notfallseelsorger waren vor Ort und kümmerten sich um die Einsatzkräfte.

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