Weniger Besucher, höheres Defizit: Politik erwägt Anhebung der Preise im Bodenteicher Waldbad

Ab 2015 zehn Prozent mehr Eintritt?

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Unbeschwertes Badevergnügen haben die Gäste des Bodenteicher Waldbades. Doch Politik und Verwaltung sind besorgt über sinkende Besucherzahlen und schrumpfende Einnahmen. Nun wird über höhere Eintrittspreise nachgedacht.

Bad Bodenteich. Deutlich gesunkene Besucherzahlen und damit schrumpfende Einnahmen im Waldbad Bad Bodenteich bereiten der Samtgemeindeverwaltung Sorgen.

Eigentlich soll der Betriebskostenzuschuss für das Bad die Grenze von 80 000 Euro pro Jahr nicht überschreiten – so lautet die Vorgabe des Landkreises als Kommunalaufsicht. Doch tatsächlich liegt der jährliche Fehlbetrag zwischen 120 000 und 125 000 Euro, erklärt Samtgemeindebürgermeister Harald Benecke auf AZ-Anfrage. Nun wollen Politik und Verwaltung nach Lösungen suchen, um das Defizit zu verringern.

„Es geht für uns um den Erhalt des Waldbades für die Zukunft“, betont Benecke. Auf Beschluss des nichtöffentlichen Samtgemeindeausschusses soll die Verwaltung nun Kontakt mit dem Förderverein des Waldbades aufnehmen. Die Politiker hoffen, dass dieser sich künftig noch stärker einbringt. „Eventuell könnten die Mitglieder des Fördervereins den Kassendienst des Bades unentgeltlich übernehmen. Das würde uns bis zu 14 000 Euro im Jahr sparen“, sagt Benecke.

Wichtig sei aber auch, die Einnahmen des Waldbades zu erhöhen. Deshalb erwägt die Politik, die Eintrittspreise im kommenden Jahr um zehn Prozent anzuheben. Beschlossen ist das aber noch nicht – laut Benecke soll darüber noch einmal beraten werden. Auf der nächsten Sitzung des Samtgemeinderates, die für den 12. November geplant ist, soll die Situation des Waldbades Bad Bodenteich ebenso wie die der privat betriebenen Sommerbäder in Wieren und Stadensen vorgestellt werden.

Von Bernd Schossadowski

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