BfB kritisiert das Anbringen an Bauzäunen

Zwist um Werbebanner in Bad Bevensen

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Stein des Anstoßes für die BfB-Fraktion sind Werbebanner, die an Bauzäunen in Bad Bevensen auf die Attraktionen der Kurstadt aufmerksam machen sollen. 

Bad Bevensen – In der Kurstadt wird gebaut und leer stehende Gebäude wie das Hotel Vier Linden oder die Diabetes-Klinik werden abgerissen.

Um den Anblick auf die Baustelle ansprechender zu gestalten, haben Kurgesellschaft, Bad Bevensen Marketing (BBM) und Stadtverwaltung die Bauzäune mit Bannern behängt. Diese machen Werbung für Therme, Kurhaus und Gewerbetreibende oder sind mit Motiven von Maskottchen Hans-Hermann geschmückt. Doch nicht jedem in der Bad Bevenser Politik gefällt die Aktion.

Hans-Bernd Kaufmann, BfB-Fraktion

„Grundsätzlich halten wir es für nicht zweckmäßig, den Bauzaun mit dem desolaten Hintergrund für eine Werbung für das Heilbad zu nutzen, selbst wenn man den Zweck verfolgen wollte, die Bauruine zu verdecken“, kritisiert Hans-Bernd Kaufmann im Namen der BfB-Fraktion. Die Assoziationen seien insgesamt negativ und einen Betrachter befiele ein ästhetisches Unlustgefühl, das auf den gesamten Ort zurückfallen könnte.

Diese Kritik kann Bad Bevensens Bürgermeister Martin Feller nicht nachvollziehen. „Die Resonanz war bisher sehr positiv. Wir sind schon von umliegenden Hotels angesprochen worden, die sich beteiligen wollen“, berichtet er. Außerdem sei es üblich, Bauzäune zu verhängen, um dort etwa Werbung für den Ort zu machen. „Das ist nichts Neues, das macht man landauf, landab“, sagt der Bürgermeister. Klar sei aber auch, dass die Banner nicht den Anblick dahinter komplett verdecken können. Die Arbeiten bedeuteten aber auch, dass etwas passiere.

Gerhard Kreutz, BBM-Geschäftsführer

„Wir haben die Banner angebracht, weil es Flecken gibt, die nicht wirklich sehenswert sind“, sagt BBM-Geschäftsführer Gerhard Kreutz, der die Idee für die Banner an den Bauzäunen hatte. Der Anblick sei allemal schöner als ohne die Banner. „Monatelang nur nackte Bauzäune zu sehen, kann auch nicht die Lösung sein“, sagt Kreutz. Das Verhängen der Zäune sei heutzutage ein übliches Mittel. Wer durch Hamburg oder Berlin gehe, sehe so etwas überall. „Wir haben nicht das Rad neu erfunden“, sagt Kreutz.

Bei den Hotelbetreibern und den Gewerbetreibenden sei die Aktion insgesamt positive aufgenommen worden, sagt der BBM-Geschäftsführer. So habe die Werbegemeinschaft schon nach zwei Tagen angefragt, ob sie sich an der Aktion mit eigenen Bannern beteiligen könne.

VON LARS LOHMANN

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