Erste Konsequenz aus Konzept für Bevenser Problemkreuzung

Zweiter Zebrastreifen kommt im Frühjahr

Seit dem Bau des Netto-Markts ist die Verkehrssituation an der Ecke Medinger/Lüneburger Straße unübersichtlich geworden. Ein zweiter Zebrastreifen soll für mehr Sicherheit sorgen.
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Seit dem Bau des Netto-Markts ist die Verkehrssituation an der Ecke Medinger/Lüneburger Straße unübersichtlich geworden. Ein zweiter Zebrastreifen soll für mehr Sicherheit sorgen.
  • Gerhard Sternitzke
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Bad Bevensen. Diese Kreuzung hat es in sich. Die Ecke Medinger/Lüneburger Straße ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt in Bad Bevensen. Seit dem Bau eines Netto-Markts machen die Ein- und Ausfahrten an beiden Straßen die Lage noch unübersichtlicher.

Mittendrin im Verkehr: Fußgänger, die zwischen dem Markt und der Innenstadt wechseln. Diese Situation soll nun entschärft werden.

Aus dem Stadtrat hatte es viele Vorschläge für Verbesserungen gegeben. Am Ende wurde ein Verkehrskonzept in Auftrag gegeben (AZ berichtete). Passiert ist bislang nichts. „Erstes Ergebnis des Verkehrsgutachtens ist ein Zebrastreifen zwischen Netto und Deutschem Haus“, teilt jetzt Jörn Nolting, Sprecher der Stadt Bevensen auf AZ-Nachfrage mit. „Er kommt im Frühjahr“, kündigt er an.

Einen Zebrastreifen gibt es bereits in unmittelbarer Nähe, nämlich auf der anderen Seite der Kreuzung. Genutzt wird er aber längst nicht von allen Fußgängern. Das hat eine Zählung ergeben, die von der beauftragten Planungsgemeinschaft Verkehr Hannover, kurz PGV, im Juli vergangenen Jahres durchgeführt wurde.

„Pro Stunde sind es 80 querende Personen, die nicht den Überweg benutzen“, fasst Nolting die Ergebnisse zusammen. Das sind je nach Tageszeit zwischen 50 und 60 Prozent der Fußgänger, die über die Medinger Straße gehen. Um die Mittagszeit zwischen 12.30 und 13.30 Uhr queren sogar 106 Personen.

Das hat einen einfachen Grund: Der Weg vom Netto direkt über die Straße ist nicht nur kürzer und bequemer. Um den vorhandenen Zebrastreifen zu nutzen, müssten die Fußgänger erst die ebenfalls befahrene Lüneburger Straße überqueren.

Gleichzeitig sind durchschnittlich 720 Autos pro Stunde auf der Medinger Straße unterwegs. Deshalb schlagen die Planer laut Nolting auch vor, auf dem Abschnitt zwischen Bahntunnel und Fritz-Reuter-Schule (KGS) Schutzstreifen für Zweiräder auf der Fahrbahn anzulegen – ebenfalls eine Maßnahme für mehr Sicherheit. Immerhin wird die Strecke auch von Schülern genutzt.

Zebrastreifen auf der Lüneburger Straße – am Netto- und am Edeka-Markt – werden von den Gutachtern dagegen nicht befürwortet. Hier überqueren maximal 54 Fußgänger pro Stunde die Straße, bei 280 Fahrzeugen in demselben Zeitraum. Zu wenig für einen Überweg.

Bereits umgesetzt ist laut Nolting eine Maßnahme, die nicht Teil des Verkehrskonzepts ist: Ende des vergangenen Jahres wurde ein fester Taxenstand am Kiosk in der Rathausstraße geschaffen.

Von Gerhard Sternitzke

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