Zweite Krippe im Pfarrhaus?

Im Pfarrhaus der Kirchengemeinde, genau zwischen dem Bevenser Kindergarten und der Krippe gelegen, könnten neben einer zweiten Krippengruppe auch Räume für Elternberatung oder Familiengespräche entstehen.

Bad Bevensen - Von Ines Bräutigam. Unter dem Arbeitstitel „Kinderbetreuungszentrum Bad Bevensen“ plant die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde eine Weiterentwicklung des Betreuungskonzeptes im Kindergarten an der Röntgenstraße samt benachbarter Kinderkrippe im ehemaligen „Haus der Begegnung“. Das dazwischen liegende Pastorenwohnhaus nämlich, in dem noch Pastor Hermann-Georg Meyer zu Hause ist, soll laut Plänen der Kirche zu einer Art Familienzentrum umgebaut werden und unter anderem eine zweite Krippengruppe beherbergen. Pastor Meyer und Kindergartenleiterin Birgit Waltje stellten jüngst ihre Ideen den Mitgliedern des Jugendausschusses der Stadt Bad Bevensen vor.

So könnten neben einer zweiten Krippengruppe im jetzigen Pfarrhaus noch ein Elterncafé, Räume für Sprachförderung und Elternberatung oder Angebote für Kleinfamilien Einzug halten. Auch eine so genannte Familiengruppe, eine Kinderbetreuungsgruppe von unter Dreijährigen bis Sechsjährigen, sei denkbar.

Da das Pfarrgebäude genau zwischen dem Krippengebäude und dem Kindergarten liegt, böte sich auch eine Zusammenlegung der drei benachbarten Gelände und das Anlegen eines neuen, zentralen Eingangs von der Röntgenstraße aus an. Bei all dem handele es sich zunächst einmal um „eine erste Idee“, erklärt Pastor Meyer auf Nachfrage der AZ. Möglicherweise bietet sich auch eine Zusammenarbeit mit den großen Kliniken Bad Bevensens an, die (wie berichtet) ebenfalls ein Interesse haben, den Kindern ihrer Mitarbeiter Betreuungsplätze mit flexiblen Öffnungszeiten zu bieten. Die Kommune, so Meyer, müsse jetzt über das Angebot der Kirche entscheiden.

Der Bedarf an Betreuungsplätzen ist auf jeden Fall vorhanden. Die einzige Krippengruppe in Bad Bevensen ist voll ausgelastet. „Und es gibt schon Anfragen für das nächste Jahr“, weiß Hermann-Georg Meyer. Nächstes Jahr werden zwar 14 Krippenplätze frei, für sie allerdings gibt es jetzt schon neue Kinder. Wegen der großen Nachfrage werden dann acht unter Dreijährige immer noch auf der Warteliste stehen, rechnete Birgit Waltje den Ausschussmitgliedern vor.

Für den erforderlichen Umbau des Pfarrhauses gibt es auch schon eine erste Kostenkalkulation: Die Kirchengemeinde rechnet mit Investitionen von rund 177 000 Euro für Maurer- und Tischlerarbeiten, für Innenausbau, neue Fenster und Türen, Dämmungen, neue Sanitäranlagen und Heizungen samt Mobiliar. Drängt sich eine Frage noch auf: Wo will Pastor Meyer dann wohnen? „Es gibt ja noch die Alte Superintendentur...“, antwortet er vage.

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