Bad Bevensen und Medingen bilden ab 1. Januar 2018 eine Gesamtkirchengemeinde

Zusammenarbeit wird manifestiert

Ob Vorträge in Bad Bevensens Dreikönigskirche (l.) oder Konzerte in der Medinger Klosterkirche – schon imm er gab es Schnittmengen bei Veranstaltern und Besuchern. Ab 2018 wird aus den beiden Kirchengemeinden eine gemeinsame. Archivfotos:  Petersen/Frels
+
Ob Vorträge in Bad Bevensens Dreikönigskirche (l.) oder Konzerte in der Medinger Klosterkirche – schon imm er gab es Schnittmengen bei Veranstaltern und Besuchern. Ab 2018 wird aus den beiden Kirchengemeinden eine gemeinsame. 

Bad Bevensen/Medingen. Seit ziemlich genau neun Jahren besteht zwischen den beiden Kirchengemeinden Bad Bevensen und Medingen eine sogenannte pfarramtliche Verbindung.

Dahinter verbirgt sich, dass die Gemeinden sich neben der vollen Pastorenstelle von Pastor Hermann-Georg Meyer für Bad Bevensen eine weitere Stelle teilen, die zu einem Viertel Medingen zugeordnet ist und zu drei Vierteln Bad Bevensen. Diese Stelle hat sich bislang das Pastoren-Ehepaar Katrin und Johannes Dieckow geteilt. Ab kommendem Jahr allerdings wird alles neu: Beide Einheiten werden ab 1. Januar 2018 eine sogenannte Gesamtkirchengemeinde bilden.

Beide Gemeinden bleiben dabei zwar formal selbstständig, sie wählen aber einen gemeinsamen Kirchenvorstand und werden einen gemeinsamen Haushalt führen. „Es hat sich im Laufe der Jahre einfach immer mehr Zusammenarbeit zwischen Bad Bevensen und Medingen entwickelt“, erklärt Medingens Pastorin Katrin Dieckow dazu. Ob beim Konfirmandenunterricht, bei der Abstimmung der Gottesdienstpläne, der Zusammenlegung des Gemeindebriefs oder der gemeinsamen Pfarrsekretärin. „Es gibt viele gemeinsame Themen“, sagt sie, und ihr Mann, der Vorsitzender des Bad Bevenser Kirchenvorstands ist, ergänzt: „Wir haben uns dann eines Tages gefragt: ,Ist es sinnvoll, auch auf Kirchenvorstandsebene zusammenzuarbeiten?’“ Die Antwort lautete: Ja.

Die Bevenser und Medingen sind dabei in guter Gesellschaft. Viele Kirchengemeinden seien pünktlich zum Reformationstag solche Synergien eingegangen, weiß Katrin Dieckow. „Und zum Anfang nächsten Jahres werden viele weitere folgen.“ Die Vorteile größerer Leitungsgremien lägen auf der Hand: „Die Aufgaben von Kirchenvorständen sind immer komplexer geworden. Zum Beispiel ist es für einen Ehrenamtlichen nicht so einfach, eine Friedhofsverwaltung zu führen...“, gibt Katrin Dieckow zu bedenken. In einem größeren Kirchenvorstand könnten Ausschüsse für bestimmte Themenbereiche gebildet und Aufgaben besser verteilt werden.

Künftig sollen in dem neu zu wählenden Gesamtkirchenvorstand drei Vertreter aus Medingen mitarbeiten und zwölf aus Bad Bevensen. In den vergangenen Monaten hatte der Kirchenvorstand Medingen ohnehin schon mit einer Übergangslösung gearbeitet – das Gremium hatte sich so gut wie komplett aufgelöst, nur ein Mitglied war übrig geblieben, alle anderen hatten aus persönlichen Gründen aufgehört.

Der neue Kirchenvorstand wird am 11. März 2018 gewählt – dann stehen niedersachsenweit die Kirchenvorstandswahlen an. Johannes Dieckow betont, dass es für alle Beteiligten ein Neustart werde. „Auch für die Kirchengemeinde Bad Bevensen“, betont er. Es sei nämlich keineswegs so, dass die kleinere Medinger Gemeinde einfach der größeren angeschlossen werde. „Es ist allen klar, dass es etwas ganz Neues wird.“

Von Ines Bräutigam

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare