Nicht nur Negativmeldungen

Zunahme bei Tagungen, Führungen und Gesundheitsangeboten in Bevensen

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Bad Bevensen verbucht weniger Übernachtungen – bei Tagungen, Führungen und Gesundheitsangeboten gehen die Zahlen jedoch nach oben. 

Bad Bevensen – Sieben Prozent weniger Übernachtungen in den ersten vier Monaten 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – es ist keine gute Bilanz, die der Geschäftsführer der Bad Bevensen Marketing (BBM) Gerhard Kreutz jetzt präsentiert.

54.224 Übernachtungen, das bedeutet weniger Einnahmen für Hoteliers, Pensionsbetreiber, Gastronomen und Ladeninhaber in der Bad Bevensen Wirtschaft und Tourismus, deren Verein 40 Prozent der BBM hält. Aber Kreutz hält sich nicht lange bei den Negativmeldungen auf.

Er präsentiert weitere Zahlen, und die zeigen eine andere Richtung: Sie gehen nach oben. Etwa bei den Tagungen. „Wir merken, dass das Kurhaus als Tagungsstätte immer mehr Anerkennung findet“, berichtet Kreutz. So stieg die Zahl der Tagungen in den Monaten Januar bis März von 19 auf 26, rein rechnerisch eine Steigerung um 87 Prozent.

Und es gibt noch mehr gute Zahlen. Der Umsatz mit Veranstaltungstickets ist um 43 Prozent gestiegen. Die Zahl der Teilnehmer an den Stadtführungen und Wanderungen hat sich fast verdoppelt. Besonders neue Angebote wie geführte Radtouren und die Krimiführungen kommen bei den Gästen gut an. Im vorigen Jahr wurden neue Gästeführer ausgebildet.

Die Zahl der Teilnehmer bei den Gesundheitsangeboten der BBM hat sich sogar verdreifacht. Bevenser Gäste suchen weiterhin die Themen Gesundheit und Wellness, stellt der Marketing-Chef fest.

Kreutz hat sogar positive Übernachtungszahlen. Die Zahl der Buchungen über die BBM sind nämlich im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 28 Prozent gestiegen. Und die Zahl der Zugriffe auf die Internetseite www.bad-bevensen.de haben sich sogar verdoppelt. „Das alles ist eine Basis, auf der man aufbauen kann“, findet Kreutz.

Allerdings müssten sich die Vermieter auf Veränderungen einstellen. Der typische Bevenser Gast ist jünger, zwischen 40 und 60. Er legt mehr Wert auf eine ansprechende, zeitgemäße Gestaltung, und er bleibt nicht mehr so lange, im Durchschnitt 3,3 Tage. Der Trend geht zum Kurzurlaub, mahnt Kreutz. „Wir müssen Jüngere ansprechen. Und wir müssen mehr Bereitschaft haben, auch Gäste aufzunehmen, die nur drei Nächte bleiben.“

VON GERHARD STERNITZKE

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