Gemeinde Barum beschließt Haushalt für 2013 / Sorge um DRK-Kindergarten

„Zukunftsfähige Lösungen finden“

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Fröhlich geht es im Kindergarten des Deutschen Roten Kreuzes in der Gemeinde Barum zu. Zugleich sorgt sich die Gemeinde um die langfristige Zukunft des Kindergartens.

Barum. Noch liegt die Eröffnungsbilanz nicht vor, aber dennoch blickt Gemeindedirektor Hans-Jürgen Kammer optimistisch auf den Haushalt 2012. „Ich denke, wir werden einen positiven Abschluss bekommen.

“ Einstimmig und zügig verabschiedete am Montagabend der Rat der Gemeinde Barum den Haushaltsplan 2013, der im Ergebnishaushalt in Aufwendungen und Erträgen von jeweils 544 300 Euro ausgeht. Eine deutliche Belastung für die Gemeinde bedeutet der Zuschuss für den Kindergarten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Höhe von 75 000 Euro.

Die Zukunft des Kindergartens bereitet der Gemeinde Kopfzerbrechen. Der demografische Wandel mache auch vor Barum nicht Halt, erklärt Bürgermeister Hermann Kalinowski. Die Einrichtung ist auf 25 Kinder ausgerichtet, doch die Plätze seien „bei Weitem nicht mehr ausgelastet“. 16 Kinder sollen ab Sommer den Kindergarten besuchen. Aufgrund der fallenden Anzahl der Kinder verringern sich auch die Elternbeiträge, sagt Kalinowski. Sie liegen nach dem Wirtschaftsplan 2013 bei 17 000 Euro. Im Jahr 2012 betrugen sie noch 26 100 Euro. Für die kommenden drei Jahre rechne der Bürgermeister mit einer Geburtenrate von einem Kind pro Jahr. Daher müsse die Gemeinde frühzeitig anfangen, „zukunftsfähige Lösungen zu finden“, sagt Kalinowski. Hier ziehen er und Gemeindedirektor Kammer Kooperationen mit Nachbargemeinden in Betracht. Kinder, die in ihrer eigenen Gemeinde keinen Platz erhalten, könnten den Kindergarten Barum besuchen und somit die Plätze auslasten. Im Bereich Bevensen gebe es mehr Interessenten als Plätze, sagt Kammer. Durch entsprechende Kooperationen könnten Belastungen aufgefangen werden. An Investitionsvorhaben für dieses Jahr stehen Straßen- und Verkehrsflächen auf dem Haushaltsplan. Die Gemeinde investiert hier unter anderem in die Erschließung eines Baugebietes/Gewerbegebietes. Durch den Verkauf von Grundstücken sowie Erschließungsbeiträgen muss die Gemeinde keine Kredite für Investitionen veranschlagen.

Von Melanie Jepsen

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