„Wirtschaft und Tourismus“ sieht Thermenhotel als Chance für Kurstadt

„Zugpferd“ für Bad Bevensen

+
Vom Hotel aus direkt in die Therme: Diese Vorstellung könnte, so denkt sich Rolf Behn, Gäste in die Kurstadt locken.

wb Bad Bevensen. „Letztendlich profitieren wir alle davon, auch wenn es im ersten Moment weh tut“, sagt Rolf Behn und reagiert damit auf die Kritik von Pensions-Inhaberin Petra Braun an der Investorensuche für ein Thermenhotel in Bad Bevensen.

Der Vorsitzende des Vereins „Wirtschaft und Tourismus“ stellt die positiven Auswirkungen für die Kurstadt in den Vordergrund: „Ich befürworte den Bau eines Thermenhotels oder eines anderen hochwertigen Hotels. Das würde ja auch einen Schub für andere Häuser bringen – und das sehe nicht nur ich so“, sagt Behn.

Wie berichtet, hatte Petra Braun moniert, dass die Stadt Bad Bevensen offensiv Investoren für ein Thermenhotel und Gastronomie sucht, die zwischen einem neuen Kurhaus und der Jod-Sole-Therme entstehen könnten. Ein weiterer Punkt, der der Gastgeberin gegen den Strich geht: Möglichen Investoren wird auf der Internetseite der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf die Möglichkeit der Einwerbung von Fördergeldern in Aussicht gestellt.

So spaltet die Idee vom Thermenhotel, von dem aus Gäste per direktem Zugang in Therme und Kurhaus gelangen könnten, die Gastgeber in zwei Lager. Rolf Behn ist sich sicher, ein „modernes Hotel, das an die umgebende Landschaft angepasst ist“, wäre ein „Zugpferd“ für Bad Bevensen. „Wir bringen Bad Bevensen gerade in allen Punkten nach vorne. Nun müssen aber auch geeignete Unterkünfte her. Wir haben eine neue Generation von Alten, die ein neues Genussempfinden haben“, sagt Behn und verweist auf Nachfrage der AZ auf Pensionen, bei denen ein Investitionsstau offensichtlich sei. „Wir haben einige Häuser, bei denen Investitionen dringend nötig wären“, sagt Behn, betont aber, dass nicht nur die betroffenen Besitzer in der Pflicht seien: „Natürlich ist das eine schwierige Situation. Um investieren zu können, braucht man Gäste. Und die Gäste kommen nur, wenn die Unterkunft schön ist. Ich denke darum, dass auch die Banken am Zuge sind. Ich würde mir wünschen, dass sie jungen Unternehmern beispielsweise vernünftige Zinsen und Kredite geben.“

Zum Hintergrund: Die Stadt Bad Bevensen plant, im Frühjahr 2014 mit dem Bau eines neuen Kurhauses, etwa an der Position des bestehenden an der Dahlenburger Straße, zu beginnen. Abhängig ist die Umsetzung des Projekts jedoch noch unter anderem von der Höhe von Zuschüssen, die von Seiten des Landes fließen könnten. Bis August muss der Förderantrag in Hannover auf dem Tisch liegen. Im Zuge des Kurhausneubaus wird auch das Projekt Thermenhotel forciert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare