Bad Bevensen erwartet 1,5-Millionen-Defizit / Bürgerinformation am Dienstag

Zeichen stehen auf Minus

+
Am Dienstag wird der Haushaltsplan 2014 der Kurstadt vorgestellt. Gespart werden muss künftig in allen Bereichen. 2016 muss Bevensen-Ebstorf einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.

Bad Bevensen. 1,5 Millionen Euro – mit diesem Defizit rechnet Kämmerer Wilhelm Oelstorf 2014 in der Stadt Bad Bevensen (die AZ berichtete). Damit wäre die Kurstadt in ihrem dritten Jahr nach der Fusion wieder auf dem Stand von 2010.

Denn da schrieb Bad Bevensen rund 1,4 Millionen Euro Minus. Am kommenden Dienstag, 4. März, wird der Haushaltsplanentwurf 2014 der Kurstadt in einer Bürgerinformation öffentlich vorgestellt. Interessierte sind ab 19 Uhr in der Mensa der Kooperativen Gesamtschule Bad Bevensen (KGS) willkommen. Neben den nackten Zahlen werden auch die bisher durchgeführten sowie angedachte Sparmaßnahmen erläutert.

„Wir wollen den Prozess so transparent wie möglich machen“, erklärt Bürgermeister Martin Feller (Bündnis 90/Grüne) die Idee hinter dem Termin. „Ich würde mir wünschen, dass möglichst viele Einwohner kommen und uns Anregungen mit auf den Weg geben.“ Denn nachdem der Entwurf, der bereits in den Fraktionen und den städtischen Fachausschüssen diskutiert wurde, der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, muss das Zahlenwerk vom Stadtrat beschlossen werden. Erst dann sind die vorgesehenen Investitionen sowie Unterhaltungsbeträge auch rechtskräftig.

Ausgeglichen wird das Minus der Stadt, das sich in den vergangenen Jahren trotz Konsolidierungsbestreben vergrößert hat – 2012 lag der Fehlbetrag laut Haushaltsplan bei 658 400 Euro und im Jahr 2013 bei minus 881 500 Euro –, über die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf. Die wird das Haushaltsjahr 2014 voraussichtlich erneut mit einem Überschuss abschließen – so weisen es zumindest die Entwürfe aus.

Ein Grund für die schwarze Zahl der Samtgemeinde sind die Folgen der Fusion im November 2011. Durch die höhere Einwohnerzahl erhält die Kommune nämlich unter anderem höhere Schlüsselzuweisungen vom Land Niedersachsen, zudem wurden Bevensen-Ebstorf 75 Prozent der Kassenkredite erlassen. Der Überschuss auf dem Samtgemeindekonto wird über den internen Finanzausgleich wiederum an die Mitgliedsgemeinden verteilt und zur Deckung der Fehlbeträge der defizitären Mitgliedsgemeinden verwandt – also unter anderem zum Stopfen des Finanzlochs der Kurstadt Bad Bevensen; so wurde in den Vorjahren verfahren. Bis 2016 muss die Samtgemeinde – und in diese Rechnung werden alle 17 Mitgliedsgemeinden einbezogen – eine schwarze Null schreiben. Dazu hat sich die Kommune in dem Zukunftsvertrag, die sie mit dem Land Niedersachsen geschlossen hat, verpflichtet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare